Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 3 (3.1911)
- Date
- 1911-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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64 No. 3 der jüdischen Akademiker in jeder Weise zu fördern. Diese Organisation bedarf aber noch des Ausbaues. Deshalb sollten in allen von Juden bewohnten Plätzen Deutschlands sich Personen finden, welche das Amt eines Vertrauensmannes übernehmen wollen; insbesondere sollten aber sämtliche jüdische Gemeinden und Vereine sich in den Dienst der Sache stellen und ihre Bereitwilligkeit dem Amte mitteilen. — Auch materiell muß das junge Unternehmen gestützt werden. Dies kann durch Spenden und Subventionen, aber auch insbesondere durch den Erwerb der Mitgliedschaft geschehen. Die Mitgliedschaft kann durch einen Jahresbeitrag von mindestens 5 Mark erworben werden, durch einen einmaligen Beitrag von mindestens 150 M. wird die lebenslängliche, durch einen solchen von mindestens 300 M., die immerwährende Mitgliedschaft erworben. Auch hier ergeht verzugsweise an die genannten jüdischen Körperschaften die Aufforderung, das gemeinnützige Unternehmen nach ihren Kräften zu fördern. Zuschriften und Beiträge sind an das Arbeitsamt für jüdische Akademiker, Berlin C. 25, Dircksenstr. 25-27, zu Händen des Herrn Rechtsanwalts Meseritz zu richten. Bücherschau. Geschichte der Turnkunst von Dr. R u d. 0 a s c h, Professor am König Georg- Qymnasium in Dresden und Herausgeber des Jahrbuches der Turnkunst. Mit 17 Abbildungen. (Sammlung Qöschen Nr. 504.) 0. J. Qöschensche Verlagshandlung in Leipzig. Preis in Leinwand gebunden 80 Pfg. Vor nunmehr hundert Jahren wurde das deutsche Turnen durch Friedrich Ludwig Jahn in der Hasenheide bei Berlin nach Wort und Wesen begründet, jetzt zählt es in Deutschland weit über eine Million begeisterte Anhänger, ist in den Schuten als verbindlicher Unterrichtsgegenstand eingeführt und wird von allen gebildeten Völkern der Erde als wertvolles Erziehungsmittel nach deutschem Vorbilde betrieben. Jeder wird eine Darstellung der Entwicklungsgeschichte dieser Leibeskunst mit Freuden begrüßen, besonders wenn sie in innigster Anlehnung an die Gesamtgeschichte des deutschen Volkes geschrieben ist. Dr. Rud. Gasch, der seit 30 Jahren als Vereinsturner und Turnlehrer mitten im Turnerleben steht, hat in seiner Turngeschichte Schul- und Vereinsturnen in seinen Wechselbeziehungen gezeigt und nebeneinander dargestellt. Den Zusammenhang des deutschen Turnens mit der griechischen Gymnastik, die Leibesübungen im Mittelalter, die darauf gerichteten Bestrebungen des Humanismus und des Philanthropinismus sind behandelt, das Hauptgewicht aber auf die eigentliche deutsche Turngeschichte verlegt. Den Mittelpunkt der Hauptabschnitte bildet die Tätigkeit hervorragender Männer, Guts Muths, ^ahn, Eiselen, Maßmann, Spieß, Jäger, Lfon und Maul, der Meister des Schul* und Vereinsturnens. Besonders ausführ' lieh behandelt ist die Entwicklung der „Deutschen Turnerschaft", die neueste Ausgestaltung des Schulturnens, die Spielbewegung, wie sie das Turnen anregt und von ihm weitergetragen wird und schließlich in erschöpfender Darstellung der Einfluß des deutschen Turnens auf das Ausland. Oekonomle In der Ernährung. Von Rüssel H. Chittenden, Direktor an der Yale-Unlversität zu New Häven, U. S. A. Deutsch von Hof rat Dr. Suchler- Freiburg i. B. Die Herzleiden, Ihre Ursache und Bekämpfung. Von Dr. 0. Burwinkel, Kurarzt in Bad Nauheim. Verlag der Aerztlichen Rundschau, Otto Onwln, München.