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Jüdische Turnzeitung · 1910-12-01 · 12 (12.1910) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
12 (12.1910)
Date
1910-12-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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194 No. 12 Blut nicht dem Judentum erhalten. Nur durch fortwährende Zufuhr arischen Blutes sei die Lösung der Judenfrage für die Gesamtheit möglich. Diese Vorschläge sind zweifellos recht folgerichtig. Wenn sie auch kaum ausgeführt werden dürften, der Weg, den sie bezeichnen, muß binnen kurzem zum Ziele des Verfassers, zur vollständigen Zersetzung des Judentums in seiner heutigen Qestalt führen. Es gehört dazu freilich auch der gute Wille der arischen Bevölkerungsteiles, uns zu rezipieren. Der aber versagt, auch nach Blach, vollständig. Und Herrn Bl. bleibt nichts anderes übrig, als in oit recht bewegliche Klagen auszubrechen über die Verständnislosigkeit der deutschen Studentenverbände und des Deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verbandes, die nicht einsehen, daß sie gerade ihrer nationalen Stellungnahme wegen am meisten Juden aufnehmen müßten. Denn — die Juden hätten die deutschnationale Erziehung am meisten nötig. Als leuchtendes Vorbild stellt er den andern Verbänden die — DeutscheTurnerschaft hin. Es dürfte in diesen Blättern überflüssig sein, die Absurdität dieser Ansicht näher zu beleuchten. Der persönliche Zusammenhang in den großen Vereinen der Deutschen Turnerschaft — und nur diese kommen ja, da die meisten Juden in Großstädten wohnen, für sie in Betracht — und damit die geistige Beeinflussung der einzelnen Mitglieder ist gleich Null. Nur deshalb kann auch die Deutsche Turnerschaft so heterogene Elemente wie die stramm-antisemitischen Akademischen Turnvereine, kryptojüdische Vereine wie z. B. den Breslauer „Vorwärts" u. a. umfassen, können in Großstädten auch mal Juden neben Antisemiten turnen. Daß die Juden dadurch in erheblichem Maße assimiliert würden, kann man nicht einmal sagen. Sie werden durch die Mitgliedschaft bei der Deutschen Turnerschaft nicht wesentlich anders affiziert, wie durch die in irgendeinem anderen Verein, in dem „auch Christen" sind. Nur indirekt fördert die Deutsche Turnerschaft die Assimilation dadurch, daß Juden, die noch in ihren Reihen sind, sich merkwürdigerweise oft verpflichtet fühlen, die Jüdische Turnerschaft in ihrem volkserhaltenden, aufbauenden Werke anzugreifen. Unklar bleibt, neben vielem anderen in diesem Buche, auch, weshalb es geschrieben worden ist. Herr Bl. schätzt nur das Deutschtum. Wenigstens sagt er vom Judentum nichts Gutes. Vom religiösen Judentum hält er nicht viel, vom nationalen gar nichts. Er behauptet, die nationaljüdische Bewegung, die ein Wiedererwachen eines Volkes, das sich für tot hielt, zu neuem kraftvollen Leben und Wirken bedeutet, sei ein Ausdruck der — Resignation. Es ist töricht, sagt Herr Bl., jetzt verärgert nach Hause zu laufen, da wir kein zu Hause haben. Andere Leute würden daraus schließen: Folglich müssen wir uns ein zu Hause schaffen. Herr Bl. steht dem Judentum fremd gegenüber. Nicht religiöse Ideen, nicht der nationale Gedanke fesseln ihn an Judas Fahne. Und doch lehnt er es ab, die Judenfrage als Einzelner für seine Person durch die Taufe M lösen. Sollte auch hier einmal Blut dicker gewesen sein — als der Wille zur Mischehe? Greifenhagen. Fürs Frauenturnen. Wagerechte Leiter (sprunghoch). Für erste Riegen. Drehhangeln von Ort mit Gegendrehung, z. Im Hang ellengriffs an a Sprotten (zwischen denen eine frei bleibt) Grifflöten der r. Hand und % Drehung 1. um den I. Arm mit Kreiatcbwung det r. Arme«

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