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Jüdische Turnzeitung · 1910-12-01 · 12 (12.1910) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
12 (12.1910)
Date
1910-12-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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182 No. 12 innere und äussere Feinde. Die Schwärmerei jugendlicher Scharen, sie wurde zur siegreichen Tat, zur Rettung des Volkes. — Ist uns dieses alles wirklich so fremd? Ist es nicht, als sänden die jungen Makkabäer uns Grüsse aus ihren längst geschlossenen Gräbern? Als sprächen sie zu uns: „Ihr seid auf dem rechten Wege, schreitet unbehindert und gerade dem grossen Ziele entgegen! Auch uns schalt man unreife, eitle Phantasten!" Und Lichtlein weihen wir ihrem Gedenken, Freiheitsliehter. Am ersten Tage blinkt ein bescheidenes Licht, verdoppelt am zweiten die Kraft und schwellend wächst es in acht Tagen zur freudig strahlenden Flamme. Das Symbol unserer Hoffnung. Nur wenige sind wir heute, die Makkabäer des zwanzigsten Jahrhunderts. Aber unermüdlich wollen wir streben und ringen, auf dass unsere Scharen wachsen von Jahr zu Jahr. Und alljährlich am Chanukah erneuert die nationaljüdische Jugend den Eid der Treue, der unverbrüchlichen Treue zum jüdischen Stamm. In diesem Sinne wollen wir arbeitsfroh und zukunftsfreudig Makkabäerfeiern begehen am Feste der Jugend und der Hoffnung! Henry Unna. Von der hebräischen Sprache. Von Dr. Arthur B i r a m. Der Bar Kochba-Berlin richtet hebräische Sprachkurstein. In allen Abteilungen wird eifrig geworben; alle möglichen Veranstaltungen werden zur Heranziehung neuer Schüler benutzt, und vor allem werden die Frauenabteilungen mobil gemacht. Mitte Januar sollen die Kurse beginnen, und schon am Anfang des Monats ein Vorkursus einsetzen, der diejenigen, denen die schwere Kunst des Lesens noch fremd ist, hierin einführen soll. Eifrig melden sich von allen Seiten Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Und der Vereinsvorstand hat versprochen, daß die hebräischen Kurse nicht einmal unter den turnerischen Veranstaltungen leiden sollen. Wir wollen die Schüler durch die Methode, die wir uns ausgesonnen, die tine Vereinigung der Berlitz-Methode mit der alten grammatisch-literarischen Schulung darstellt, in kurzer Zeit über viele Schwierigkeiten hinweghelfen, zu deren Ueberwindung man sonst Jahre braucht. Und dadurch, daß der Unterricht ganz oder zum größten Teil hebräisch erteilt wird, sollt Ihr spielend viel ■vom Wege pflücken, dessen systematische Erlernung Euch viel Zeit kosten würde. Glücklicherweise haben wir es ja auch schon erfahren, wie das gegenüber der ersten hellen Begeisterung naturgemäß erlahmende Interesse durch die sich von Stunde zu Stunde weiter ausbildende Fähigkeit im lebendigen Sprechen immer aufs neue angefacht wird. Also es wird gehen, es wird bestimmt gehen. Aber, liebe Freunde, was ich Euch schon mehrfach sagte» einen Nürnberger Trichter haben auch wir nicht gefunden, durch den man Euch das Hebräische einfach eintrichtern könnte. Ihr müßt natürlich arbeiten, und wer noch weit zurück ist, muß sogar, am Anfang wenigstens, recht eifrig

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