Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 11 (1910)
- Issue
- 12 (12.1910)
- Date
- 1910-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3üdifdie Uumzeifung. monatsöirlö ffir die körperliche Bebung der Süden Herausgegeben von der SfldÜäien üurnerkfaalt. xjTg^hrfl, no, 12 Benin e.,ZflgdeKtr. 39 Dezember 1910 Nachdruck der nachfolgenden Originalaufsatze '*' nur mit ganMar Quellenangabe gestattet Zum Feste der Makkabäer. Von allen schönen, poesiereicben jüdischen Festen ist uns Jungjuden keines so treu geblieben wie das ewig-junge Chanukah. Es ist nicht schwer mit Zeremonien und Symbolen umwoben, kein unverstandenes Erinnerungsfest an der Urväter graue Tage. Es lebt mit uns, in uns. Es spricht zu unseren jungen, schwellenden Herzen von einer Hoffnung, die einst wahr geworden. Es erzählt unseren lauschenden Ohren von einer Jugend, von einer judischen Jugend, die Grosses gewollt und erzielt hat. Es ist das Fest der Hoffnung und der Jugend! Hunderte verlassen unsern Stamm in seiner Not und Pein, Tausende stehen seinem Schicksal teilnahmslos gegenüber. Aber wir haben nicht das Recht, zu verzweifeln. Wahrlich! Wenige nur sind wir des Millionenvolkes, die selbstbewusst und unermüdlich . für seine bessere Zukunft streben. Ein betrübend kleines Häuflein! Und wenn uns in schwachen Stunden die Kraft zu klein, das Werk allzu gewaltig erscheint, dann klingt aus vergangener Zeit das Lied von den Makkabäern zu uns herüber. Auch zu ihrer Zeit lag das Judenvolk darnieder und hatte den Glauben an seine Zukunft verloren. Aber im Schosse der Verzweifelten und Schwachen entstand eine kernige, kraftvolle Schar selbstbewusster Jungjuden. " Die wenigen Makkabäer, sie sangen schwärmerische Lieder von jüdischer Freiheit und Stärke, sie hielten phantastische Reden von einer Renaissance des jüdischen Volkes. Sie weckten und riefen die Jungen, die Aufrechten, die Begeisterungsfähigen und scharten sie um die . alte Fahne der jüdischen Nation. Und sie schürten das Feuer der Empörung, der Begeisterung, der Liebe unentwegt, unverzagt, bis plötzlich das ganze Judenvolk entbrannte und einig-mächtig sich erhob wider