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Jüdische Turnzeitung · 1910-11-01 · 11 (11.1910) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
11 (11.1910)
Date
1910-11-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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166 No. 11 Samariterdienst ist besondere Beachtung zu schenken, endlich auch die persönliche Stellung des Vorturners zur Riege in kurzen Rissen zu erläutern. Nachstehend einige Anregungen für Plan und Einteilung von Vorturnerstunden : 1. Stunde. Drehungen. Reihungen und Schwenkungen im Marsch. — Stab- Übungen: Stabschwingen. — Pferd (seitl.): Halbes Rad und Finte. 2. Stunde. Reihungen mit Kreisen, Oeffnen und Schließen der Reihen. — Keulenschwingen mit einer Keule. — Barren: Sprünge mit Anlauf aus dem Querstand zum Stütz in der Mitte, Aufsitzen, Aussprünge. 3. Stunde. Schwenkungen um die Mitte mit Oeffnen und Schließen nach außen und innen. — Hantelübungen: Armhauen. — Bock: Sprünge an 2 Böcken. 4. Stunde. Aufmarsch mit Gegenzug und Durchzug von Säulen. — Keulenschwingen: Arm- und Handkreise mit beiden Armen nach einer Richtung. — Reck (brusthoch): Wellaui-, Um- und Ueberschwünge. 5.Stunde. Aufmarsch mit Kreisen in der Schleife. — Stabübungen: Stabwinden mit Stabkreisen. — Pferd (seitl.): Seitensprünge zu zweien. 6. Stunde. Aufmarsch mit Drehungen im Marsche. — Vorübungen zum Stabspringen. — Reck: Felge. T.Stunde. Aufmarsch zum Kreis. — Einige Hauptbewegungen des deutschen Ringens mit beschränktem Griff. — Reck (sprunghoch): Uebungen aus dem Seitstütz. 8. Stunde. Laufen. — Keulenschwingen: Armkreisen und Handkreisen mit beiden Armen nach innen und außen. — Pferd (lang): Schere als Hintersprun;:. B- Der Lauf über kurze Strecken.*> (Fortsetzung.) Der Ablauf, für den sich überall das Wort „Start" eingebürgert hat, ist natürlich in sehr verschiedenen Formen möglich; Ich will mich aber auf die Beschreibung einer derselben beschränken, die heute bei allen erstklassigen Läufern in Gebrauch ist und deren Vorzüge ihr vor allen anderen Startmethoden eine unzweideutige Ueberlegenheit sichern. Es ist dies die Art des „tiefen Startens", bei der der Läufer in der Haltung eines sprungbereiten Raubtiers auf allen Vieren am Boden kauert. Die Vorteile dieses Starts sind, kurz gesagt: möglichste Schonung der Muskel- und Nervenkraft bis zum entscheidenden Augenblick« Ausnutzung des Körpergewichts zur Fortbewegung, stärkste Kraftentfaltung durch Inanspruchnahme zahlreicher kräftiger Muskelgruppen und leichte Ueberwindung des Luftwiderstandes. Wie der tiefe Start richtig auszuführen ist, glaube ich kaum besser zeigen zu können als durch Beschreibung der Art und Weise, wie sie Arcnie Hahn, der Weltmeister 1904—1906 im Laufen über die kurzen Strecken, *) Aus dem im Verlage von »Kraft und Schönheit» erschienenen Buche „Olympischer Sport« von M. Brustmann.

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