Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 11 (1910)
- Issue
- 9 (9.1910)
- Date
- 1910-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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126 No. 9 Der Ausschuß verspricht sich von dieser Neuerung neue Anträge auf Ernennung zu Förderern. Bekanntlich wird zum Förderer ernannt, zu dessen Gunsten 50 Mark unserem Verband gespendet werden. Auch für die Gewinnung der vom letzten Turntag zugelassenen außerordentlichen unterstützenden Mitglieder der Jüdischen Turnerschaft will sich der Ausschuß jetzt tätig werden. Unsere Freunde werden gebeten, uns Persönlichkeiten namhaft zu machen, welche durch jährliche Spenden von 20 Mark unseren Verband unterstützen würden. Den betreffenden Spendern werden sämtliche Publikationen unserer Turnerschaft unentgeltlich zugestellt. Georg Arndt-Stiftung. Fritz Bernstein, Bromberg.................Mk. o,5° Dr. Ernit Tuch und Frau gratulieren Arthur Hirsch-Berlin zur Verlobung 3> Gesammelt in der II. Frauen-Abteilung des Bar-Kochba, Berlin . . . . a5i' Für dte Turnhalle des hebräischen Gymnasiums in Jaffa gingen ein: Mädchen-Abteilung des Bar-Kochba, Berlin...........Mk. to,— Für den Verbandsfonds: Emma Ohnstein gratuliert Regina Hirsch nachträglich zum Geburtstag . Mk. i,— Aus der Jüdischen Turnerwelt. Berlin. J. T.V. Bar Kocnba. Die Generalversammlung vom 23. Ju'< wurde mit einem allgemeinen Bericht des Vorsitzenden eröffnet. Der Vorsitzende konstatierte, daß die Mitglieder sich bei weitem nicht mehr so wie früher an der Mitarbeit im Vereine beteiligen und auch eine geringere Arbeitslust der Vereinsbeamten eingetreten sei. Wenn auch der Verein mehr Mitglieder als vordem zähle, so sei doch der innere Zusammenhalt unter den Mitgliedern erheblich schwächer geworden und es werde besonderer Anstrengungen bedürfen, um den Verein wieder auf die Höhe zu bringen. Ebenso beklagt der Hauptturnwart das gänzliche oder teilweise Versagen seiner Vorturner, kann jedoch in Bezug auf die Disziplin der Mitglieder eine Besserung feststellen. Der Turnbesuch, der im ersten Quartal recht rege gewesen, habe im zweiten Quartal sehr stark nachgelassen, wie freilich stets in der wärmeren Jahreszeit die Turnstunden schwächer besucht werden. In Bezug auf die Frequenz der Turnabende verweisen wir auf d'e Zahlen in der vorigen Nummer unserer Zeitung. Sehr schlimm stand es mit dem Spielbetriebe. Der Verein war, um überhaupt den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können, genötigt, einen recht ungünstigen Platz zu mieten. Dies trug natürlich dazu bei, daß der Besuch der Spielnachmittage, im Verhältnis zu den früheren Jahren, sehr gering war. Der Kassenbericht des Hauptkassierers ist relativ recht günstig. Am Schlüsse des Halbjahres verfügte der Bar Kocnba über einen Kassenbestand von ca. 600 M. Leider schloß die Hauptversammlung recht disharmonisch. Wir halten uns verpflichtet, über die in Betracht kommenden Dinge hier ausführlich zu berichten, weil zahlreiche Mitglieder des Vereins der Generalversammlung nicht beigewohnt haben und durch die den Tatsachen nicht entsprechen le Darstellung jener Vorkommnisse zu einer falschen Beurteilung der ganzen Sachlage kommen könnten. Es ist eine möglichst objektive Darstellung Jener