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Jüdische Turnzeitung · 1910-07-01 · 7/8 (7.1910) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
7/8 (7.1910)
Date
1910-07-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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No. 7'8 105 Georg Arndt-Stiftung. Gesammelt aus Anlaß des Besuches unseres Freundes Abramoveitz im I. Wiener Jüdischen Turnverein............M. 8,50 Gesammelt in Stettin..................„ 4,— Verbandsfonds. Regina Hirsch dankt ihrem Bruder für die Ansichtskarte aus Konstantinopel M. 1 ,— Oppenheimer* anläßlich seines Besuches beim J. T. V. Dortmund ... „ 1,— G- Pinthus, Dortmund gesammelt.............. „ 1,— Von den Männerabteilungen des Bar-Kochba........... »10,— Aus der Jüdischen Turnerwelt. Berlin. J. T. V. Bar Kochba. Vereinsturnfahrt am 7. August: Eberswalde—Chorin—Oderberg. Gar klein ist die Zahl derer, die es verstehen, ihre karge Freizeit so zu nutzen, daß sie volle Befriedigung auslöst und zußleich neue Schaffensfreude gibt. Zu diesen Jüngern der Lebenskunst gehören sicherlich die in erster Linie, die ihren Sonntag draußen in "Wald und Feld in des Wortes tiefster Bedeutung „erleben". Die Erziehung zum Naturgenuß ist auch der für unsere Turfahrten leitende Qedanke, und wir fröhlichen Wanderer sind dankbar für die schönen Sonntage, die uns allmonatlich bereitet werden. Unsere letzte Fahrt, die von Turnern und Turnerinnen einmal gemeinsam unternommen wurde und an der sich auch mehrere unserer Stettiner Freunde beteiligten, nahm einen so schönen Verlauf, daß es sich wohl verlohnt, sie hier näher zu beschreiben. Trotz der nicht zu frühen Stunde — die Abfahrt war auf 6V2 Uhr festgesetzt — gab es doch wieder eine ganze Anzahl derer, die erst im allerletzten Moment den Bahnsteig zu betreten und nur im Sturmschritt ihr Coupe erreichen pflegen. Der Zug führte uns nordwärts, und während unsere Damen bis Eberswalde fuhren, um Kräfte zu sparen und die Stettiner Turn- "rtider in Empfang zu nehmen, stieg die Männerabteilung einige Stationen vorher, in Melchow, aus. Mit einem beträchtlichen Überschuß an Beweglichkeit der unteren Extremitäten marschierten wir in den frühen Morgen "'nein, freuten uns der aufsteigenden Sonne und der taufrischen Landschaft nnd ließen frohe Lieder in den erwachenden Wald hineintönen. Durch zwei verschlafene Dörfer führte unser Weg in einer Stunde zum Nonnenfließ, «essen Lauf uns die Richtung gab. Der Pfad durch den prächtigen Buchenwald mit seinen romantischen Höhen und Tälern wurde immer schöner. An einer besonders reizenden Waldstelle, dem Lisenkrüz, machten wir zu kurzer *vast Halt; das Kreuz ist längst verfallen, an seiner Stelle erhebt sich jetzt eine Schutzhütte. Immer flußabwärts schritten wir weiter und kamen bald nach dem idyllisch am See gelegenen Ort Spechthausen; dort erweckten »» Gebäude der Papierfabrik unserer Reichsdruckerei die Sehnsucht nach ««'aunen und blauen Scheinen in uns. Inzwischen war es trotz des forscher Uanges schon spät geworden, als wir bei Zainhammer aus dem Walde heraustraten und Eberswalde vor uns liegen sahen. Rasch in Viererreihen Wordnet, ging es daher im Eilmarsch durch die Stadt zum Bahnhofe, um die "arrenden zu begrüßen.

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