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Jüdische Turnzeitung · 1910-07-01 · 7/8 (7.1910) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
7/8 (7.1910)
Date
1910-07-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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96 No. 7/8 nur bei den jüdischen Turnvereinen der Fall. Was wären sonst die deutschen Turnvereine im Auslande? Ihre Mitglieder sind wohl auch religiös orthodox oder liberal, katholisch oder evangelisch, aber deutsch sind sie an erster Stelle, richtig deutschnational, ohne dass man ihnen nachsagt, sie seien schlechte Bürger ihres Heimatlandes. Der Verfasser des Artikels beklagt es, dass grosse Massen des jüdischen Volkes dem Gedanken einer Regeneration fern stehen. Das liegt daran, dass in ihnen noch nicht das Bewusstsein der Notwendigkeit wach geworden ist. In diesen Kreisen setzt eben die Propaganda der Jüdischen Turnerschaft ein. Ihre Ziele, müssen jedem Juden bekannt gegeben werden. Darum sind wir auch dem „Israelitischen Familienblatt" dankbar, dass es seinen Lesern von uns erzählt. Der „jüdische Turnlehrer" aber ist ein ganz guter Nationaljude. Es ist ihm sicher ernst mit der Regeneration des jüdischen Volkes. Wer sich zu Stamm und Volk bekennt, wie er es tut, ist nicht allzu schwer von irrigen Folgerungen abzubringen. Er bedarf nur der Erkenntnis, dass man widerstrebende Pole nicht zusammenführen kann. Hoffentlich hat er in seinem Kreise viele Freunde, die dem jüdischen Volke ebenso wohl gesinnt sind. Wird dann in ihnen nicht nur das Bewusstsein, sondern auch der Wille zu positiver, volkstümlicher, nationaljüdischer Turnarbeit rege, so besitzen sie das Sprungbrett m unsern Ideenkreis und wenn sie wollen, in unsere Reiben. Theobald Scholem. Moses Montefiore. Das jüdische Vn1k hat es von jeher vermieden, das Bild seiner 0t°^P in Erz und Marmelstein aufzustellen. Es hielt die Denkmäler, die sich d«e Toten in den Herzen des Volkes errichtet hatten, für würdiger und dauernlier. Von diesem Brauch ist der jüdische Stamm bis heute nicht abgewichen, und seine QroBen leben in seinem Andenken fort, und das Andenken diese Oerechten bleibt zum Segen. Am siebenten des Monats Ab 5670 (12. August 1910) ist ein v,ier*et" Jahrhundert vciflössen, seitdem ein Mann im allerhöchsten patriarchalischen Alter uns entrissen wurde, den unsere Väter und Großväter für das Jfl°,?ci!e Volk haben rastlos wirken sehen, und dessen segensreiche und unermüdlich Arbeit für unsern unsteten Wanderstamm bis weit hinein in unsereAjau. reichte. Moses Montefiore, der Sprößling einer hochangesehenen £deisfamilie aus dem spanischen Oaluth, der am 8. Cheschwan 5545 (24. okt°r~t 1784) seinem Volke geschenkt wurde, und der langer als ein Jahrhundert lebte, hat sein ganzes langes und unermüdlich tätiges Leben der nationale

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