Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 11 (1910)
- Issue
- 3/4 (3.1910)
- Date
- 1910-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 3 4 45 Verbandsbureaus sowie durch die Herausgabe der Turnzeitung aufgebraucht wurden, reichten natürlich nicht aus. um in umfassender Weise Propaganda zu treiben. Immerhin ist außer dem Genannten mancherlei unternommen und auch einiges erreicht worden: in Ausführung eines Beschlusses des letzten Turntages bemühte sich der Ausschuß darum, die akademischen Kreise mehr als bisher für die Turnsache zu interessieren; mit seiner Mitwirkung wurde von dem Bunde der Vereine Jüdischer Studenten (B. J. C.) ein entsprechender Aufruf an die sämtlichen aktiven und inaktiven Mitglieder dieser Vereine gesandt. Mit dem Verband jüdischer Jugendvereine trat der Verbandsvorstand in Korrespondenz. Es wurde mit ihm ein Einvernehmen dahin erzielt, daß die Jugendvereine auf unsere Verbandsvereine Rücksicht nehmen werden, und es steht zu erwarten, daß die Beziehungen zwischen der Turnerschaft und den Jugendvereinen, den beiden großen Jugendorganisationen in Deutschland, freundnachbar- •'che bleiben werden. Die, wenn auch nicht auf Veranlassung des Verbandsvorstandes. so doch mit seinem Wissen und Wollen in unserer Zeitung veröffentlichte Anregung zu einer Turnfahrt nach Palästina hat bisher leider nicht die erhoffte Wirkung gehabt: es sind nur ganz vereinzelte Zustimmungskundgebungen eingelaufen, und es scheint so, als hielten die Meisten wegen der Kosten den Plan nicht für realisierbar. Diese ''rige Auffassung soll später widerlegt werden. Jedenfalls verdient Serade die Palästina-Turnfahrt größte Aufmerksamkeit. — Es wird Aufgabe des Verbandes und der Vereine sein. au:h fernerhin dafür Sorge zu tragen, daß der Aufschwung, in dem sich die jüdische Turnsache befindet, nicht nachläßt. Vielmehr muß gerade jetzt alles darangesetzt werden, daß die Aufwärtsbewegung unserer Bestrebungen anhält, damit endlich der Leitgedanke unseres Verbandes zum Gemeingut der gesamten Judenheit wird und allenthalben die jüdische Stammesgemeinschaft anfängt, an ihrer körperlichen Ertüchtigung planvoll und mit Energie zu arbeiten. M. Z. stellt sich unser Verband zum Sport? Von Nathan K a m i n s k i. \y Wohl in allen Vereinen der Jüdischen Turnerschait wird, sobald das etter es erlaubt, eifrig volkstümliches Turnen und Spiele im Freien beben. Ob man diese Leibesübung als sportliche Betätigung bezeichnen Stoß1' S'°'1' ^a ^un8en ^es volkstümlichen Turnens im Ooen und ganzen dieselben wie die der Leichtathletik sind, nur schwer Ue. me" unc* hängt wohl ganz von der örtlichen Organisation oder von ei Intensität der sportlichen Betätigung ab. Im Prinzip vertritt man, wie jst,Ses auch in der Jüdischen Turnzeitung öfters zum Ausdruck gekommen ^^^in der Jüdischen Turnerschaft im allgemeinen den Ständpunkt, daß je le tMn„ v*) Siehe Artikel „Turnen und Sport" von Prof. Dr. med. Albu. lahr- «an8 X, Heft 10/11.