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Jüdische Turnzeitung · 1910-01-01 · 1 (1.1910) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
1 (1.1910)
Date
1910-01-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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No. I 17 Der Obmann, Herr Dr. Krasny, eröffnet die Versammlung, an der ungefähr 100 Mitglieder teilnahmen, begrüßt die Erschienenen, insbesondere unseren Ehrenpräsidenten, Herrn Dr. Ludwig Werner, und erstattet den allgemeinen Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Aus diesem ist zu entnehmen, daß der Verein auch in dem letzten Jahre rüstige Fortschritte gemacht hat. Von Veranstaltungen des Vereins erwähnt der Obmann ein Kränzchen mit turnerischen Vorführungen, eine Matinee im Theater an der Wien, einen Unterhaltungsabend und eine Damenkneipe. Das wichtigste Ereignis dieses Vereinsjahres war jedoch das aus Anlaß des 10jährigen Bestehens des Vereins veranstaltete Schauturnen und die damit zusammenhängende außerordentliche Hauptversammlung am 11. resp. 12. Dezember 1909. . Der Verein beteiligte sich aber auch an den Veranstaltungen unserer Brudervereine: So war er durch mehrere Mitglieder auf dem Bielitzer Schauturnen vertreten und entsandte er eine ganz stattliche Anzahl von Teil- "ehmern zum Verbandsschauturnen in Berlin. Nach den Ausführungen eds Obmannes erstattete der 1. Turnwart, Herr Rudolf Pollak, einen umfassenden Turnbericht, den wir aus Raummangel erst im nächsten Hefte veröffentlichen können. Nach der Erstattung des Kassaberichtes, des Berichtes des Turnhallenbaufonds-Kommissionärs und des Zeugwartes und nach Entgegennahme des Berichtes der Revisoren, wurde dem Turnrate das Absolutorium erteilt. Nachdem Herr Dr. Ludwig Werner ein Referat über den Berliner Turntag erstattet hatte, wurden die Neuwahlen in den Ausschuß des Vereins vorgenommen, welche folgendes Ergebnis hatten: Zeugwart: Ing. Otto Stiasny Beisitzer: Dr. Arthur Immerglück (Baiihallen- °bmann: Dr. Emil Krasny >i -Stellvertreter: Moritz Lamberg Schriftführer: Dr. Ernst Stein i, Heinrich Pollak fonds) Turnwart: Rudolf Pollak Siegfr. Weimer (Bibliothek) ii Dr. Max Jerusalem Frl. Grete Oppenheimer (Vertreterin Kassierer: Hugo Spitzer der Damenabteilung). » Leopold Wessely Mit der Aufforderung an die Mitglieder, sich auch im kommenden Jahre ur das Qedeihen des Vereins nach Kräften einzusetzen, schloß der Obmann Q>e Versammlung. , Wien. Sportklub „Hakoah", Wien. Der schöne Erlolg, der dem Sport- Jub „Hakoah" in Wien nach kaum einhalbjährigem Bestände erwuchs, bee'st die gewaltige Macht und die Elastizität des nationalen Gedankens und gewährt den Gründern nicht nur stolze Genugtuung, sondern durch das frohe ewußtsein, daß die Renaissance des jüdischen Volkes anbrechen muß und Kann, wenn man entsprechend arbeitet, neue Kraft, auf der eingeschlagenen a&nn fortzuschreiten. Das Hauptgewicht wurde von Beginn an auf den Fußballsport *e'egt. Hierbei wurden wir anfänglich seitens des Vivö-es Athleikai-Klub in Udapest durch die starke Organisationskraft des Herrn cand. med. L. Weisz nd durch ihren ausgezeichneten Stürmer Kertesz unterstützt. Nach einer J<eihe von Matches, die die „Blau-Weißen" mit wechselndem Erfolge durchnrten, wurde die Saison Anfang Dezember geschlossen. Jetzt eben gelang r)S'nt'nCn glänzenden Spieler, bisher Mitglied eines erstklassigen Wiener Fußanklubs für „Hakoah" zu gewinnen, dessen Name allein schon genügen wird. m dem Klub zahlreiche neue Spieler zuzuführen. Die Aufnahme in den

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