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Jüdische Turnzeitung · 1910-01-01 · 1 (1.1910) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
1 (1.1910)
Date
1910-01-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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18 No. 1 „Österreichischen Fußballverband'-, um die bereits angesucht wurde, erfolgt im Januar. Die Fee ht Sektion, welcher die jüdisch-akademische Verbindung „M a c c a b ä a" ihren Fechtsaal zur Verfügung stellte, entwickelte sich dank der unsrmüdlichen und selbstlosen Bemühungen des Sektionsleiters Herrn cand. archtt. Max Po Hak in hervorragender Weise. Am 3. Januar 1910 wurde die S c h w i m m s e k t i o n im Dianabad neu eröffnet. Schwimmstunden jeden Montag von 7—9 Uhr abends. Eine zahlreiche Beteiligung ist zu erwarten. Die Wintersport-Sektion, welche hauptsächlich den Skisport pflegt, besteht nunmehr aus 20 Mitgliedern und wird unter ihrem wackeren Sektionsleiter Dr. Q. Wolf im Sommer ihre Tätigkeit auf dem Oebiete der Touristik fortsetzen. Um den Fußballspielern über den Winter einen Ersatz für den Ausfall des Fußballspieles zu bieten, beabsichtigt der Sportkiub, trotzdem er das Eislaufen von fast 30 Mitgliedern begünstigt, das allgemeinere Turnen einzuführen. Die Mitgliederzahl, die beständig wächst, hat gegenwärtig die Zahl 80 weit Uberschritten. Zur. nationalen Propaganda, die durch einen glänzenden Beda-Abend zugunsten der „Hakoah", an welchem der Präsident des Klubs, Herr Dr. Fritz Löhner (Beda) eigene Oedichte vortrug, wirksam eingeleitet wurde, sammeln wir Bücher und Flugschritten, die den Mitgliedern gratis zur Verfügung stehen. Wir sind überzeugt, daß wir noch mit vielen und bedeutenden Schwierigkeiten zu kämpfen haben werden, aber auch, daß uns das nationale Banner, das wir entfaltet, zum Siege führen wird. Diese Zuversicht leiht uns hauptsächlich die hingebende Mitarbeit der nationalgesinnten Mitglieder und deren ständig wachsende Zahl nicht minder wie die vielen Kundgebungen warmer Sympathie und tatkräftiger Förderung, die wir insbesondere aus Wien, aber auch aus der Provinz erhalten. Und so wollen wir denn viel „Kraft" sammeln, damit „Hakoah'' der jüdischen Nation zum kräftigen Bollwerk werde! Hedat! Brody. Jüdischer Turnverein. Am 4. Dezember fand das erste Schauturnen unseres Vereins statt, an dem sich auch unsere Frauen-Abteilung beteiligte. Die Veranstaltung nahm einen glänzenden Verlauf. Die Mädchenabteilung in weißer Bluse und blauer Hose übte am Barren, Bock und Pferd. Die Männerabteilung turnte in zwei Riegen. D'e Riege der Zöglinge führte Sprünge am Pferd und Pyramiden unter Leitung des Herrn Kleppli vor. Schwierige und komplizierte Übungen am Barren und Reck produzierte die ältere Männerabteilung, ebenso einige Pyramiden am Barren. Darauf folgten Freiübungen mit Fackeln. Dieser Teil gefiel den Zuschauern ganz besonders gut. rf Die neuorganisierte Knabenabteilung, bestehend aus 24 Burschen *r jüdischen Volksschule ist dazu geschaffen worden, um dem Mangel an turnerischem Unterricht an der Jüdischen Volksschule abzuhelfen. In der Abteilung finden nur die bravsten, von ihren Lehrern empfohlenen Schüler Abnahme. Die Burschen dürfen nur dann an den Übungen teilnehmen, wem sie eine von ihren Eltern unterschriebene Bestätigung des Inhalts, daß » tagsüber brav gewesen sind und ihre Aufgaben gemacht haben, vorweise Turnverein und Schule unterstützen sich also. der Unser Verein hat auch die Leitung des Turnunterrichtes a" * jüdischen Waisenanstalt unentgeltlich übernommen. Wenn wir die Zahl a Turnenden in unserer Stadt summieren, so kann sich unser Verein rühme , den Turnunterricht an nahezu 100 jüdische Personen erteilen zu dürfen.

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