Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 11 (1910)
- Issue
- 1 (1.1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1 Auch in diesem Jahre konnte dem Turnhallenfonds durch die Veranstaltung einer Matinee ein namhafter Betrag zugeführt werden. Ein Vereinsausflug nach Preßburg trug die Propaganda für die iüdische Turnsache auch nach Ungarn und die seither erfolgte Gründung mehrerer jüdischer Turnvereine in Ungarn zeigte den Erfolg dieser Aktion. Zum erstenmale wurde in diesem Jahre auf einem Sommerturnplatze seturnt. Lokale Verhältnisse hinderten iedoch einen weiteren Ausbau dieser Institution. Zur Ergänzung der Vorturnerschaft wurden Vorturner- Prüfungen abgehalten, und den Turnern, welche den von Herrn pollak geleiteten Vorturnerkursus mit Erfolg absolvierten, Diplome gewidmet. DasJahr 1907 brachte dem Verein eine große Aufgabe mit der Veranstaltung des d r i 11 e n Jüdischen T u r n t a g e s, der am 30. und Mai in Wien abgehalten wurde und in dessen Verlaufe das erste Verjjandsschauturnen seit dem Baseler Turnen stattfand. Der Verein erntete aamit seitens der zahlreich vertretenen Brudervereine, sowie des Ausgusses der Jüdischen Turnerschaft und der zahlreichen Zuschauer Lob und Anerkennung. Die Veranstaltung wirkte nachhaltig auf den inneren Betrieb «es Vereines, was durch Wiederaufnahme des Zöglingstürnens und «urch Gründung der Sektion „Jung-Juda" zum Zwecke der Pflege des 'ationalen Gedankens innerhalb des Vereines deutlich zum Ausdrucke kam. ■ese Institutionen sind der Initiative des damaligen Vereinschriftführers «errn Moritz Lamberg zu verdanken, der dieselben auch in der Folge •iür gedeihlichen Entwickelung brachte. dj p.^attc schon die ganzen Jahre hindurch der Zuwachs an Mitgliedern e Räumlichkeiten des Vereines als unzulänglich erkennen lassen, so wurde je Wringe Eignung des Turnsaales bei der namhaften Steigerung der Mit- R'iederzahl im Jahre 1908 geradezu zu einer Kalamität. j . Mit Hilfe des Turnhallenfonds gelang es, ein neues, größeres, in er, "«"sieht geeigneteres Lokal im Hause IX., Liechtensteinstraße 20, in zweckmäßiger Weise zu adaptieren. i . Daß trotz der mit der Verlegung des Turnlokales verbundenen vielhcnen Schwierigkeiten und Hemmungen der ordentliche Turnbetrieb nicht esenthch beeinträchtigt wurde, ist ein Beweis der inneren Festigung des (ereines. Der Jüdische Turnverein Fünf haus, zu dem der hat "er Jüdiscne Turnverein in freundschaftlichsten Beziehungen steht, brp k"8 ^n,aß der durch die Übersiedlung notwendig gewordenen Unter- KestelU1* dCS Turnbetriebes seine Turnlokale bereitwilligst zur Verfügung A Die günstigen Wirkungen des Lokaiwechsels kamen bald darin zum r«. ,!u?'te« daß auch das neue Vereinslokal den derzeitigen Anforderungen «umlich nicht mehr genügt. auch ^eitner ist die Zahl der ausübenden Turner derart gewachsen, daß mußt m «em neuen Lokal eine Teilung der Turnzeiten vorgenommen werden erhöh» enn*leicn hierdurch der Eingang von Mitgliedsbeiträgen namhaft an 7- WUrde> so 'st dennoch durch die wesentlich gesteigerten Ausgaben *" ins un<1 sonstigen Regien das Vereinsbudget stark in Mitleidenschaft vom v" Worden Durcn dle Vermietung des Lokals an Interessenten in der b p h yerem nicht in Anspruch genommenen Zeit, durch die Errichtung einer eiL ich bewilligten Privatturnschule seitens des Verwies — die seither in vollster Blüte steht — und durch größere Veran-