Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1910-01-01 · 1 (1.1910) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
1 (1.1910)
Date
1910-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4921092-5965118-5965301--2629-4925442
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

No. 1 Turnvereines" geschaiien, welchen Namen der Turnverein jüdischer nochschiiler inzwischen angenommen hatte. Nun galt es wieder ein geeignetes Lokal zu gewinnen, da bei der Kroßeren Anzahl der Turner das bisherige Lokal unzulänglich war. Es wurde e»n Souterrainlokal im Hause Mölkerbastei 5 als Turnlokal adaptiert und Mmit cjas Heim gefunden, das den Verein durch acht Jahre beherbergen sollte. Das Lokal wurde mit allen für einen geordneten Turnbetrieb erforderlichen Geräten in bester Qualität ausgestattet. Die Mitgliederzahl wuchs in durchaus zufriedenstellendem Maße, zugleich aber auch die Schwierigkeit. r'iit diesem Turnlokale das Auslangen zu finden. Die turnerische Leitung wurde, nachdem dieselbe durch zwei Jahre Jerusalem inne gehabt hatte, den bewährten Händen des Kommuuall!rers Rudolt Pollak anvertraut, dessen Ausbildung in der Wr. Neus ac-ter Miiitär-Turn- und Fechtlehrer-Anstalt die Gewähr für stramme und systematische Ausbildung der Turner bot. Als Obmann des neuen Turnvereines wurde Herr Hermann K ö ni z gewählt, dessen Opferwilligkeit allein es zuwege brachte, daß der Verein die Holsen materiellen Schwierigkeiten seiner Kinderiahre überwand. Durch berufliche Inanspruchnahme war Herr König bald genötigt, von der tatsäch- 'cnen Leitung zurückzutreten. Die Periode der vollständigen Konsolidierung des Vereines begann erst, SSh"--?ei Hauptversammlung vom 19. Mai 1901 der damalige erste ^Ür,'It'i"lrer r*err Dr. Ludwig Werner zum Obmann des Vereines gezahlt wurde. _ deinen unausgesetzten Bemühungen ist es zu verdanken, daß der Versc-Vi 1,1 den nun f°l£enc,en acnt Jahren seinen allgemein anerkannten Auf- ^nwung nehmen konnte. Er sorgte für möglichste Stabilität in der Führung \ni einze'nen Agenden und wußte die einzelnen Turnratsmitglieder zu immer tensiverer Tätigkeit anzuspornen, du ^F erreicnte die Befreiung des Vereines von seinen drückenden Grünzie^SSCtlU'den' un(* es gelan8 den vereinten Kräften des Turnrates, das finan- . Gleichgewicht des Vereines herzustellen und andauernd zu erhalten. n "ame wird mit der Geschichte des Vereines dauernd verknüpit bleiben, erst 'm ^anre 1902 konnte der Verein seine turnerischen Leistungen zum stenmal der jüdischen Öffentlichkeit vorführen; es fand das erste geregelte gefühJtUrnen iüdischer Turner am 10. Mai 1902 im Hotel Savoy statt. Vor- •im o wurden Freiübungen ohne Belastung und Geräteturnen in zwei Riegen ,,m Barren und Bock. Dam 'nzw.'scnen hatte der Verein seine Tätigkeit durch Einrichtung einer Die ha^ei'ung und eines Zöglingsturnens, sowie einer Fechtriege erweitert. tl s be2e8nete vielfachen Schwierigkeiten und konnte das Zöglingsturnen be , mit u»terbrechungen aufrecht erhalten werden. Die Gründe für diese säuerliche Tatsache lagen in lokalen Verhältnissen. „e, lAuch in anderer Hinsicht wurde der Verein nunmehr allmählich ausf... Es wurden Vorturnerkurse abgehalten und der Grund für eine Vortjrnerschaft gelegt. Kur ^'**Heder wurden obligatorisch gegen Unfall versichert, es wurden se uber. erste Hilfe am Turnplatze und über Hygiene des reseii"6"! von ^r Max Jerusalem abgehalten, Vereinsausflflge und e'r'gelührt ammenkUnfte dCr Vereinsmitglieder in Form v°n Turnkneipen Ve . Um d'ese Zeit trat der Verein mit dem iim weniges älteren ßrudere|ne Bar-Kochbain Berlin in Fühlung, dessen für die gesamte Jüdische

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.