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Jüdische Turnzeitung · 1909-09-01 · 9 (9.1909) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
9 (9.1909)
Date
1909-09-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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162 No. 9 zurückgekommen. Sie gehört der Vergangenheit an, hat keine Gegenwart, ist nur Zukunftskasse. Der ßoskowitzer Jüdische Turnverein hat jetzt wichtige Aufgaben. Vor allem muß er „ganzjährig" tätig werden. Kein ßoskowitzer Jude unter 50 Jahren darf im Verein fehlen. So Männlein als Weiblein. Ein geeignetes geschlossenes Turnlokal muß adoptiert oder noch besser gebaut werden. Das kann doch wohl in der polititschen Israelitengemeinde keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bereiten. Natürlich muß diese Arbeit zielbewußt von einem Turnrate, insbesondere einem Vereins-Obmann geleitet werden, der an Ort und Stelle ist und ganzjährig arbeitet. Gerade in Boskowitz ist der günstigste Boden für einen nationalen jüdischen Turnverein, der die gesellschaftliche Sammelstätte aller ßoskowitzer Juden werden und dem jüdisch-nationalen Gedanken in BoskowiW weiteste Verbreitung scharfen muß. Darum begrüßt auch die Jüdische Turnerschaft den Beitritt der ßoskowitzer aufs herzlichste. Beim Jubiläums-Schauturnen des I. Wiener Jüdischen Turnvereins inj Dezember d. J. wird der jüngste Verbandsverein Gelegenheit haben, sich der Jüdischen Turnerschaft, die hoffentlich vollzählig in Wien erscheinen wird, vorzustellen. Hedad der ßoskowitzer Jüdische Turnverein' Dr. Ludwig Werner-Wien. Die Vorturner und ihre Organisation* Von Richard Bialler, Vorturner im J.T.-V. „Bar Kochba", Berlin' J:g Die Vorturnerschaft ist mit die wichtigste, ich möchte fast sagen «j Hauptstütze jeder turnerischen Körperschaft. Ohne einen tüchtigen Stata von Vorturnern ist ein kräftiger und zuverlässiger turnerischer Ivlachwuc nicht denkbar. Deshalb muß auch die Heranbildung und Erziehung v Vorturnern die vornehmste Aufgabe jeder turnerischen Vereinsleitung se ' Das Amt des Vorturners ist ein Ehrenamt, eine Auszeichnung. e Vorzug vor der Gesamtheit, kurz eine Stellung, die zu erreichen jeder Tut•» . den Ehrgeiz besitzen muß. Diese bevorzugte Stellung erfordert natia ' gemäß ein hohes Maß von Verantwortlichkeitsgefühl und eine Summe Pflichten, die mir in folgendem kurz zu erörtern gestattet sei. . Die meisten Vorturner glauben, daß ihre Tätigkeit erst dann zu ginnen hat, wenn zum Riegenturnen angetreten wird. Weit gefehlt- Vorturner ist von dem Moment an Vorturner, wo er, die Halle betritt, rade während des Kürturnens hat er seine Tätigkeit zu entfalten. Hier er die Säumigen und Lässigen aufzumuntern, sie zum Turnen anzuna. fl und so die Freude am Turnen während des zwanglosen Kürens zu wecK Wie oft kann man es beobachten, daß vornehmlich ungeübtere Turnef den Ecken des Saales interesselos und gelangweilt herumstehen und nicht an ein Gerät wagen, weil ihnen der nötige Anhalt fehlt, ^'f^. Bilder Vorturner eingreifen. Ein tüchtiger Vorturner denkt an sich se'b^: en(j letzt. Er darf es daher nicht etwa als sein gutes Recht betrachten, wän^n. des Kürens sich nur dem Ausbau seiner Gipfelübungen hinzugeben, dem er hat gerade hier der ungeübteren, vornehmlich der scnW?^" ZB Turner sich anzunehmen, ihnen Übungen vorzuturnen, sie nachmache

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