Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 9 (9.1909)
- Date
- 1909-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Ebenso läßt sich der Mangel an Turnhallen — Rzessow, Stanislau — S"ndlich spüren. Der Verein ist nach seiner Gründung abhängig vom willen eines fremden Lehrers oder der Person des Gründers. Häufen sich le Schwierigkeiten und werden die Ansprüche, die man an den Verein teilen muß, größer, dann muß sich so mancher eifrige Gründer sagen: ultra Posse.. Wenn ihm nicht rechtzeitig von irgend einer Seite Hilfe geboten wird, dann kann er betrübt zusehen, wie sein Werk sich in Nichts auflöst. ,.. D'e Zahl der bei uns begründeten Vereine ist eine sehr geringe. Der InVerein ist in Lemberg gegründet worden, und zwar unter "'tiative und Leitung und unermüdlichem Eifer des Turnbruders Zinn. Sieben Jahre hat der Verein um seine Existenz gekämpft; die wenigen erate wanderten von einem Lokal ins andere, auf dem Wege sollten sie auch s Exekutionsgericht passieren, bis sie, nach anderthalbjähriger wohlverenter Ruhe auf dem Dachboden eines Eabrikmagazines, im September 1907 zu Fi!em bescne'denen, engen, schlecht gelüfteten, niedrigen Saale wieder Ehren und Ansehen gekommen sind. Denn der Verein hatte kein Geld, zT't f" .ruckstand'Ken Mietzins zu bezahlen, oder um den für die nächste M tt , gen zu erlegen. Die ersten Mitglieder waren meist Hoch- und ",e'Schüler. Nicht der Verein als solcher war es, der sich aufgerafft hat, und ein fleißiger Turnbruder, S t e r n e r, hat mit staunenswerter Energie o Selbstverleugnung den Verein zu neuem Leben gebracht. Er hat einen einen Kreis von Gymnasialschülern geworben, einen kleinen Sportklub gegründet und im Freien leichte Athletik betrieben. Dieser Klub bildete jj "n den Grundstock für den neu erwachenden Verein. Von Haus zu Haus hat a S-r ^ann Geld gesammelt, um dem Verein Mittel zu verschaffen. Er unt länger >n Mädchenkreisen gewonnen, seine Tätigkeit auf die Agitation q er den Handelsangestellten und orthodoxen Kreisen verlegt. Auf dieser Seh 6 hat er aber seine großen Erfolge erzielt. Erst durch das öffentliche etwUtUrnen wurde dem Verein die Sympathie weiterer Volksschichten und wurde ^C'd eewonnen' so daß dadurch die Existenz des Vereines gesichert wi t r^6r Tarn°Poler Verein „Bethar" erfreut sich einer günstigen Ent- KKelung, dank der Energie seines Obmannes Dr. Waldmann. Doch ist, w .mir bekannt, die Existenz dieses Vereins nur eine Geldfrage, da derselbe und e'nen e'Kenen Saal, noch Geräte, noch einen eigenen Turnlehrer hat, bekom"t gegen ein? monat'icne Vergütung alles vom ruthenischen Sokol Der Verein in Krakau ist mir unbekannt. q ■ Der S t a n i s 1 a u e r Verein, dessen Saal und Inventar zu sehen ich Zeit C"neit *latte' schläft beinahe ganz, doch hoffen wir, daß er in kurzer a .. nieder leistungsfähig werden wird, da der Lemberger Verein eine mtationsreise dorthin unternimmt. e '"Rzessow haben einige Gymnasialschüler einen Verein zu gründen eesch Und zwar in der Weisedaß ein Herr den Betrag von 160 K voreerii ♦ Se" hat> wo*ür das Komitee in einem öffentlichen Oarten ein Turnschül Und?inen Barren aufgestellt hat. Turnunterricht hat ein Oymnasial- V .er erteilt, doch natürlich nur soweit, als ihm selbst bekannt war. Der hAi~ln,,sollte im vorigen Jahre wieder in Tätigkeit treten, doch ist alles nur eim Versuch geblieben. Turni ^er 'un8ste Verein ist in Brody, dessen Obmanristellvertreter und samm?'ter zu sein ich die Ehre habe- Bis zur konstituierenden Generalverwart v habe ich das Vergnügen gehabt, Obmann und Turnwart, Zeug- Kassierer, Bibliothekar in einer Person zu sein und von Zeit zu Zeit