Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 6/7 (6.1909)
- Date
- 1909-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 6/7 10f kann. Wir sind aber auch überzeugt, daß die Turnerschaft Herrn Dr. Katz auf jede Weise behilflich sein muß. Ich glaube, wir müssen Herrn Dr. Katz alle unseren Dank hier aussprechen, daß er seine Kraft für die Turnsache in Qalizien eingesetzt hat und noch weiter einsetzen will. (Lebhafter Beifall.) Antrag Dr. Werner betreffend eine Ehrung; Nordaus zu seinem 60. Geburtstage: In nächster Zeit steht uns eine köstliche Feier bevor, der 60. Geburtstag Max Nordaus. Ich halte es für eine Ehrenpflicht der Jüdischen Turnerschaft, sich an dieser Feier zu beteiligen. Leider ist die Zeit zu sehr vorgeschritten, um in eine ausgedehntere Würdigung dieses Mannes einzutreten. Ich will mich nur darauf beschränken Ihnen mitzuteilen, was von hervorragender zionistischer Seite geplant wird und uns erwünschte Gelegenheit bietet, uns an einem Werke zu beteiligen, das unseren Intentionen entsprechen wlrd. Der Vorschlag des Ihnen allen wohl bekannten Johann Kremenetzky-Wien, eines Mitarbeiters und Freundes Theodor Herzls, W»H die Ehrung Nordaus in einer Weise durchführen, die vonjlem hohen Ansehen Nordaus zeugt. Qerade die jüdischen Turnvereine sind es, die Nordau zu Dank verpflichtet sind. Nordau hat gelentlich des zweiten Kongresses der Jüdischen Turnbewegung das Wort geredet, wie eben nur Nordau reden kann. Er hat das Wort vom Muskeljudentum geprägt, das unser Stolz wurde und das wir auf unser Banner geschrieben haben. Wir sind die Vertreter des Muskeljudentums und wir sorgen dafür, daß neben dem geistigen Judentum auch der Körper ausgebildet wird, der Notwendigkeit der körperlichen Regeneration des jüdischen Volkes Rechnung getragen wird. Sind wir also überzeugt von den Diensten, die Nordau speziell der jüdischen Turnsache geleistet hat, so werden wir sehr bald mit dieser Angelegenheit fertig sein, denn es liegt ein Antrag vor, der dahin geht, zu Ehren Nordaus eine neue Kolonie in Palästina zu gründen, die den Namen Max Nordau für ewige Zeiten tragen soll. Wir betätigen uns damit nicht zionistisch im Sinne irgend emer Parteileitung, sondern wir helfen damit, einigen hundert jüdischen Fam ien Land zu schaffen, ihnen Gelegenheit zu geben, sich zu kolonisieren. 2mnnASem ^wec'c beabsichtigt Herr Johann Kremenetzky einen Fonds von 000 Francs, der als Mindestmaß für diesen Zweck nötig erscheint, zu Bammfm' Es wird zum Geburtstag Nordaus ein Aufruf an die gesamte jüdische evölkerung ergehen, diesem Zweck Beiträge zuzuführen. Um vorerst einen F»olg zu sichern, müssen bis zum Qeburtstage Nordaus im Juli etwa 100 000 ^ancs vorhanden sein. Ein sehr wesentlicher Teil ist bereits vorhanden, lass at i!"' Seiner großen Opferwilligkeit es sich persönlich angelegen sein in d^"'w Vereinen und einzelnen Persönlichkeiten seine gewichtigen Worte veri aK8cnale zu werfen und hat sich auch an den Ersten Jüdischen Turnnehem in Wien gewandt mit der Bitte, gleichfalls an diesem Werke teilzu- Sche«1na')en mit Kroßer Freude die Gelegenheit ergriffen, unser koloT' T" 1>,0rdau zu Beben, um dazu beizutragen, jüdische Ackerbauer zu Bode e"' Ihne" die Bodenständigkeit zu gewinnen, den Verkehr mit dem "> das Leben in frischer freier Luft zu ermöglichen. Dieje Inzw1scnen naben wir uns mit 100 Kronen an der Sammlung beteiligt. Norda'8* n die diesen M'ndestbetrag zeichnen, werden in dem Aufruf, der zu us Geburtstag ergeht, namentlich aufgeführt werden, und ich halte