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Jüdische Turnzeitung · 1909-06-01 · 6/7 (6.1909) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
6/7 (6.1909)
Date
1909-06-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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No. 6/7 99 ,u«en, daß der Ausschuß vollkommen versagen würde, und in diesem Falle w;ire dann die Obmannschaft da." Der Vorsitzende gibt sodann dem Bedauern Ausdruck, daß ihr Schöpfer und heutiger Vertreter gezwungen ist, der Obmannschaft Valet zu sagen. Die Turnerschaft sei aber überzeugt davon, daß Dr. We r n e r ebenso wie er dem ersten Wiener Jüdischen Turnverein seine Dienste weiter zur Verfügung gestellt hat, auch der Obmannschaft seinen wertvollen Rat und seine Hilfe weiter leihen wird. Herrn Dr. Werner wird der Dank des Turntages ausgesprochen. Zu der Frage, an welchem Ort der nächste Turntag stattfinden soll, verliest Referendar H e i 1 b r u n n eine Einladung des Vereins ^~"tz-B>ala, den nächsten Turntag dort abzuhalten und bemerkt hierzu, „ Bielitz-Biala vermöge seiner Lage an der Qrenze von Deutschland und °sterreich sehr geeignet sei. Es liegt ferner eine Einladung vom „Makkabi" in Konstantinopel vor. den nächsten Turntag dort abzuhalten. Graz würde sehr gern eine gleiche Einladung überbringen, muß aber avon Abstand nehmen, da Graz eine der antisemitischsten Städte ist und s wohl nicht möglich wäre, für eine so große jüdische Veranstaltung ein Loka1 zu bekommen. Dr. Werner: Was Wien betrifft, so wird unser Verein selbstverandlich gerne bereit sein, den nächsten Turntag wieder in Wien abzuhalten, fi er WeKen des bevorstehenden 10jährigen Stiftungsfestes ist der Verein dazu anziell kaum in der Lage. Es würde sich empfehlen, heute darüber noch cnts zu bestimmen und die Wahl des Ortes dem Ausschuß zu überlassen. s dahin werden alle Vereine, die Interesse daran haben, daß der Turntag mal bei ihnen abgehalten wird, Zeit haben, Anträge an den Ausschuß zu r,cnten. s t °er Turnta8; beschließt, die Frage, wo der nächste Turn tag at finden soll, dem Ausschuß zu überlassen. dpc v°r' ^'r e r beantragt, folgenden Zusatz zum ersten Absatz des § 16 ,es Verbandsstatuts zu machen: Mit "Spender von Jährlich 20 Mark erwerben die außerordentliche halte i-ed Scnaft des Verbandes. Die außerordentlichen Mitglieder eratti n Jüdische Turnzeitung des Verbandes gratis, haben jedoch kein aKt'ves und passives w-Mr«**» passives Wahlrecht.' Dr. Zirker: Mein Antrag hat seinen Ursprung erstens in der finanziellen Kalamität des Verbandes und zweitens in den Wünschen seitens verschiedener Freunde unserer Sache, die in solchen Städten wohnen, wo noch kein Jüdischer Turnvsrein existiert. Wir haben früher schon in 5 w aufgenommen: „Spender von mindestens 50 Mark heißen „Förderer der Jüdischen Turnerschaft '. Aber wir haben doch die Erfahrung machen müssen, daß diese einmaligen Spenden von 50 Mark spärlich fließen und nicht geeignet sind, unsere Finanzen zu heben. Ein Mittel dazu würde sein, daß man die zahlreichen beteiligten Juden an solchen Orten, wo keine jüdischen Turnvereine existieren, veranlaßt, in unserem Verbände die außerordentliche Mitgliedschaft zu erwerben. Es wird keine Schwierigkeit bereiten, innerhalb der deutschen und österreichischen Judenheit hunderte auf die außerordentliche

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