Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 6/7 (6.1909)
- Date
- 1909-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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No 6/7 97 anderen Verbandsvereinen als Herabsetzung und fast als Beleidigung, wollten wir dem Jüdischen Turnverein Bar Kochba an seinem Ehrentage dieses Ehrenr recht entziehen. Ich stelle daher den prinzipiellen Antrag, daß der Ausschuß des Verbandes und damit der Sitz der Jüdischen Turnerschaft in Berlin verbleibe. Der Antiag wird einstimmig angenommen. Die Wahl der Mitglieder des Ausschusses erforderte eine ausgedehnte Diskussion, da der Schriftführer infolge starker beruflicher Beanspruchung sich genötigt sah, die Wiederwahl abzulehnen, und die Besetzung des Verbandsturnwartpostens, dessen Wiederannahme Dr. Blum mangels Stimmeneinhelligkeit ausschlägt, auf Schwierigkeiten stößt. Die Kandidatenliste für dieses Amt umfaßt die Namen: Scholem-Berlin, Pollack-Wien, Burin, Katzky- Berlin, Meyer-Cöln. Von der Wahl eines außerhalb Berlins wohnenden Turnwarts wird schließlich aus verwaltungstechnischen Rücksichten Abstand genommen. Sämtliche Wahlen erfolgten mit Stimmeneinheit. Gewählt wurden: Dr. med. Qeorg Arndt, Vorsitzender; Dr. Arthur Kahn, Schriftführer; Turnlehrer Erich Burin, Turnwart; Dr. Ernst Tuch, Kassenwart; Dr. Hermann Jalowicz, Beisitzer. Den scheidenden Ausschußmitgliedern Dr. Zirker und Dr. Blum spricht der Vorsitzende den herzlichen Dank der Turnerschaft und des Turnj^ges für die hingebungsvolle und reich gesegnete Arbeit aus, die sie seit dem Bestehen der jüdischen Turnsache geleistet haben, deren heutige Entwicklung ohne Zirker und Blum nicht denkbar ist, und gibt der Freude Ausdruck, daß der Ausschuß auch In Zukunft von ihnen Unterstützung ersten kann. Dr. Werner erstattet den Bericht der Obmannschaft: Die Obmannschaft hat in der abgelaufenen Funktionsperiode nicht viel geleistet. Der Orund lag in den besonderen Verhältnissen dieser Institution "nd in persönlichen Verhältnissen. Anläßlich des letzten Turntages hat sich herausgestellt, daß gegenwärtig die Jüdischen Turnvereine noch nicht derartig ituiert sind, daß sie in der Lage wären, abgesehen von den Turntagen noch ußerdem, und zwar in der Zwischenzeit eine Obmannschaftstagung zu becnicken. Denn das kostet in erster Linie Qeld. Infolgedessen hat die Obmanncnaft beschlossen und einen Antrag beim Turntag eingebracht, daß der Zu-? "lmentritt der Obmannschaft nicht, wie in den Statuten vorgesehen, jedes hateit.e Jahr unbedingt zu erfolgen hat, sondern nach Bedarf. Dieser Bedarf lieh SI\/ allerdinKs in dert letzten Jahren eingestellt. Es waren aber persön- Verhältnisse mit schuld daran, daß wir selbst nichts in der Sache des a" konnte"! das war »ber nur dic eine Seite. Die andere Seite ist die und j"sscnusses' Wir haben ja heute dem Ausschuß das Absolutorium erteilt hat n>ri" liC8t aucn das* was er der Obmannschaft gegenüber nicht getan Eew 0bmannschaft ist zum großen Teil auf den Verbandsausschuß an- Auf^h6"' Und da dieser n»cht in der Lage war, in jeder Beziehung seine in de i V°" Z" erfüllenso war er aucn bezüglich der Obmannschaft nicht Nich/ h C' d'e ^acne in die Hand zu nehmen, wie es nötig gewesen wäre. s desto weniger bin ich speziell als Vorsitzender der Obmannschaft mit