Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 6/7 (6.1909)
- Date
- 1909-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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96 No. 6/7 stände zu gewähren und der Turntag kann eventl. Rückstände erlassen. Ich bitte daher, es bei der Fassung des Herrn Dr. Katz zu belassen und diese dem Zusatzantrag des Herrn Dr. Werner vorzuziehen." Robert Kien-Proßnitz schließt sich dem Antrage Dr. Werner an und teilt die Bedenken des Vorredners nicht, daß zu viel Gebrauch von den Vergünstigungen gemacht werden würde. Ingenieur Bonhardy-Wien (Fünfhaus) berichtet, wie es diesem Verein möglich geworden ist, durch ein Sparsystem von den Verbandsschulden frei zu werden, und empfiehlt dieses System auch anderen Verbandsvereinen wenigstens für die Übergangszeit. Es wurde eine Sparbüchse aufgestellt, in die jeder Turner an jedem Turnabend mindestens einen Kreuzer hineinzulegen hatte. Scholem: „Nachdem mein Antrag mit dem Antrag des Dr. Jeremias zusammengelegt worden ist, mache ich darauf aufmerksam, daß in § 16 nichts von der Turnzeitung steht. Es kann jedem Verein freigestellt werden, sich mit dem Ausschuß in Verbindung zu setzen, um eine Anzahl Exemplare zu ermäßigtem Preise zu beziehen. Für jedes Mitglied muß er aber unbedingt die Turnzeitung bekommen. Die Leistung wird nicht auf jedes Mitglied Ubertragen. Die Turnzeitung ist das wichtigste Propagandamittel, und jedes Mitglied muß die Turnzeitung bekommen. Der Betrag kann nicht reduziert weiden, wie Meyer-Köln beantragt hat. Es würde dann wiederum eine finanzielle Kalamität eintreten. Und wenn man vor der Frage steht, ob der Verband sein oder nicht sein soll, dann wird man unbedingt diesem Antrage zustimmen." Dr. Werner verliest den Antrag des Ausschusses: „Der Verbandsbeitrag wird von 1,20 Mark auf 2,70 Mark erhöht. Einzelnen Vereinen kann vom Ausschuß unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse eine entsprechende Ermäßigung der Verbandsbeiträge zugebilligt werden bzw. können diese Beiträge gestundet oder erlassen werden." Der Antrag wird mit 19 gegen 7 Stimmen angenommen, hat also die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit. Alsdann werden die Zusatzanträge Dr. Katz zur Abstimmung gestellt'- 1. „Dem Ausschuß wird die Ermächtigung erteilt, einzelnen Vereinen in besonders berücksichtigenswerten Fällen die Leistung der erhöhten Verbandsbeiträge zeitweilig zu erlassen." 2. „Einzelnen Vereinen kann vom Ausschuß unter Berücksichtig^1* der besonderen Verhältnisse eine entsprechende Ermäßigung der Verbandsbeiträge zugebilligt bzw. die letzteren gestundet oder erlassen werden." Diese beiden Anträge werden mit 28 Stimmen angenommen. * « * Vor Eintritt in die Wahl des neuen Verbandsausschusses wird von Dr. Zirker zur Diskussion gestellt, ob Berlin weiter Sitz des Ausschusses der Turnerschaft bleiben soll. Dr. Werner bemerkt dazu: Der Jüdische Turnverein Bar Kochba Berlin hat seit Bestand des Verbandes, den er selbst geschaffen, angeregt und bisher geführt hat, den Ausschuß inne gehabt. Er hat diese Leitung der Jüdischen Turnsache bisher zur Zufriedenheit geführt. Es scheint uns und den