Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 6/7 (6.1909)
- Date
- 1909-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 6/7 95 tiages, aber von 1,20 Mark auf 2,70 Mark hinaufzugehen, halte ich für verfehlt. Es gibt Vereine, die das nicht zahlen können, ich mache daher den Vorschlag, den Beitrag auf 2 Mark zu erhöhen.' Rudolf Pollak -Wien: „Ich stelle den Antrag, dem Verbände die fcrtorderlichen Mittel zu bewilligen, aber beizufügen, daß es den einzelnen Weinen freigestellt sei, wie der Beitrag hereinzubringen ist." Dr. Werner modifiziert den Antrag Scholem mit Zusatz Dr. Jeremias. Dr. K a t z - Lemberg: „Ich bedauere, gegen jede Erhöhung der Verbandsbeiträge sein zu müssen, da speziell in Lemberg die Mitglieder weniger leistungsfähig sind und viele sich alsdann ganz zurückziehen würden. Für den Fall der Annahme des Antrages Scholem stelle ich den Zusatzantrag: »Es mögen einzelne Vereine von der Erhebung der erhöhten Abonnementsbeiträge zeitweilig dispensiert werden". Spricht dann noch über eventl. Wenigerlieferung von Turnzeitungen. Dr. Zirker: Der Jüdische Turnverein in Konstantinopel hat seine Aufnahme in den Verband beantragt. Diesem Antrage ist stattgegeben worden, es schweben aber noch einige Verhandlungen über die Frage, welche Verbandsbeiträge dieser Verein an den Verband zu zahlen hat, da in demselben nur 20 bis 30 Mitglieder in Frage kommen, die deutsche Zeitungen lesen können. Er beantragt daher, '" solche Vereine eine billigere Verbandssteuer einzuführen und in § 16 der tuten folgenden Absatz einzufügen: „Turnvereine, deren Mitglieder nicht der deutschen Sprache mächtig sind, zahlen 5 pCt. ihrer regulären jährlichen Mitgliedsbeiträge. Uber die betreffenden Quoten werden wir uns noch einig werden müssen. Der Beitrag der Verbandsvereine beträgt ungefähr 8 pCt. der gesamten Mitgliederbeiträge. 5 pCt. ist wohl auch noch viel zu hoch, wir erden wohl auf 3 pCt. heruntergehen müssen. Wollen diese Vereine Turne. ungen haben, so erhalten sie nur so viel Turnzeitungen, wie sie erhalten »irden, wenn sie so viel Mitglieder hätten, wie es dem gezahlten Beitrag *pr'cht, oder sie müßten die darüber hinaus gelieferten Turnzeitungen extra 'ahlen. Der Antrag Katz geht ja parallel, nur sind in Lemberg doch die I ' j*'leder sämtlich der deutschen Sprache mächtig. Es wird sich aber vielempfehlen, die beiden Anträge zusammenzufassen, de 7^ ^erner; „Eine Zusammenfassung wäre vielleicht möglich mit g ^.usatze-' ..Einzelnen Vereinen kann vom Ausschuß eine entsprechende aßigung der Verbandsbeiträge zugebilligt werden." Nur der Ausschuß das'v*1" *"aRe' die Verhältnisse zu beurteilen. Wir können dem Ausschuß v„ ertrauen schenken, daß er darin nicht zu oft und nicht zu weitgehend v°rgeht." SUch ^erendar Heilbrunn: „Die Neigung, Vergünstigungen nachzuf,in en' wircJ erheblich groß sein. Wenn der Verein in der Lage ist, darauf gibtUWeisen' daß das Statut dem Ausschuß die Möglichkeit der Gewährung in (je^0jlst es für den Ausschuß sehr schwer, dies abzuschlagen. Er ist nicht komm e' die Notwendigkeit nachzuprüfen. Wenn man nicht entgegen- AussctitlKW'rC'' S° werden die Vereine ausscheiden. Demgegenüber hat der ihn die * e'nen besseren Standpunkt, wenn er darauf hinweisen kann, daß vorgew ftUten dazu zwit|Ken' dl'es abzulehnen, damit ihm nicht böser Wille worfen werden kann. Der Ausschuß ist schon jetzt in der Lage, Aus-