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Jüdische Turnzeitung · 1909-06-01 · 6/7 (6.1909) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
6/7 (6.1909)
Date
1909-06-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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No. 6 ,7 92 zwar möchte ich einleitend und zugleich abschließend bemerken, daß ich mich sehr kurz halten werde. Es ist in der Obmannschaftstaguns:, die eigentlich sehr ausgiebig getagi hat, über alles, was uns alle hier bewegt, über alle Wünsche, Beschwerden und Klagen eingehend verhandelt worden, und es hat sich dort eine große Einmütigkeit in der Auffassung dessen, was hinter uns liegt und was zu geschehen hat, ergeben. Ich hoffe, daß es auch hier so sein wird, daß die Notwendigkeiten, die sich aus den Verhältnissen ergeben, eingesehen und danach die Beschlüsse gefaßt werden. Es hat keinen Zweck, viel theoretische Debatten auszuschöpfen, vor allen Dingen muß dafür gesorgt werden, daß die Turnerschaft lebensfähig bleibt und alle erforderlichen Einrichtungen geschaffen werden, gleichviel, ob sie unbequem empfunden werden oder nicht. Vor allen Dingen ist über den Mangel an Tätigkeit im Ausschuß Klage geführt worden, in unserem Verein, und, wie ich weiß, auch in vielen anderen Vereinen. Ich werde trotzdem die Vorwürfe, die in dieser Beziehung zu erheben sind, nicht gegen den Ausschuß allein richten und bitte, sich zu mäßigen. Wir sind alle und namentlich ich persönlich fest davon überzeugt, daß die Herren, die den Ausschuß gebildet haben, jeder für sich redlich bemüht waren, die Agenden so zu erledigen, wie es nur irgend möglich war. Es hat aber, wie bereits die Verhandlungen der Obmannschaft ergeben haben, vor allen Dingen an einem wichtigen Punkte, am Oelde, gefehlt. Freilich ist mit Qeld allein nicht alles zu machen, es gehören Ideen und Ideale dazu. Daß es daran gefehlt hat, wird keiner hier behaupten wollen, denn das wäre die schwerste Beleidigung, die wir Ihnen machen können. Wenn die Herren Uber diese Vorwürfe zweifelsfrei erhaben sind, so wird sich die Diskussion sehr abkürzen lassen. Darüber sind wir alle einig, daß für die Führung der Arbeiten des Ausschusses zu wenig Qeld vorhanden war, daß welches geschaffen werden muß, und anstatt daß wir uns in langatmige Beschwerden und Klagen einlassen, werden wir sagen müssen, wie diesem Punkte abzuhelfen ist. Der Ausschuß wird sehr bald einen bezüglichen Antrag unterbreiten. Vorwürfe müssen gegen die Verbandsvereine erhoben werden; die Beiträge sind vielfach sehr lässig gezahlt worden, und wenn auch der Ausschuß der Turnerschaft in erster Reihe der anregende Faktor im Vereinsleben sein muß, so kann er doch nur funktionieren, und namentlich mit Eifer und Liebe funktionieren, wenn er auch rückwirkend von den Vereinen Anregung erhält. Die Vereine selbst müssen an ihre Brust schlagen und sich anklagen, wenn sie Anklage gegen die Turnerschaft erheben. Ich bitte daher, sich über die Maßnahmen, die vorzunehmen sind, schlüssig zu werden, und beantrage, dem Ausschuß Absolution zu erteilen und ihm unseren Dank auszusprechen." Der Antrag wird einstimmig angenommen. 2, Punkt der Tagesordnung: Anträge. Antrag Schoiem, Erhöhung der Verbandsbeiträge durch Erhebung von 1,50 M. von jedem Mitglied «1S Turnzeitungsabonnement. Schoiem begründet denselben: „Von jedem Mitgliede sind bis"* 1,20 Mark pro Jahr an die Jüdische Turnerschaft gezahlt worden. <»J wurde die Zeitung gratis geliefert. Die Kosten der Zeitung betragen 90 p *"

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