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Jüdische Turnzeitung · 1909-06-01 · 6/7 (6.1909) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
6/7 (6.1909)
Date
1909-06-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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No. 6/7 93 so daß nach Abzug derselben für die Arbeit des Verbandes 30 Pfg. pro Kopf übrig bleiben, d. h. bei ungefähr 1500 zahlenden Mitgliedern 450 Mark pro Jahr. Es ist unmöglich, daß der Ausschuß mit diesen 450 Mark arbeiten kann, wenn wir ein Bureau unterhalten sollen, das allein 600 Mark Miete kostet, wozu die Unkosten für Beleuchtung, Telephon, eine Arbeitskraft für die Expedition der Turnzeitung, Redaktionsspesen usw. kommen. Wenn Sie den Kassenbericht zur Hand nehmen, so erscheinen die Qesamtkosten im allgemeinen als außerordentlich gering, wenn Sie aber die Einnahmen dagegen stellen, so muß man sich darüber wundern, daß es bisher überhaupt möglich war, die Kosten aufzubringen. Es standen bisher im ganzen durchschnittlich 600 Mark an Beiträgen und 100 Mark Beiträge zum Fonds zur Verfügung; zur Erweiterung des letzteren haben die Vereine mit Ausnahme des Bar Kochba fast vollkommen versagt, nur den Mitgliedern des Ausschusses war es vorbehalten, Gelder hereinzuholen. Es ist das sehr bedauerlich und ein Anzeichen dafür, daß es in den Verbandsvereinen an dem nötigen Interne fehlt. Die Turnerschaft bedarf insgesamt nach der Schätzung, die wir vorgenommen haben, eines Jahresbeitrages von ungefähr 5000 Mark. Die Summe w|rd Ihnen außerordentlich hoch erscheinen, aber wenn Sie die Turnzeitung m't berücksichtigen und alle die Ausgaben richtig einschätzen, so ist sie durchaus nicht zu hoch. Es ist der Turnerschaft vorgeworfen worden, daß sie nicht nach außen hervortritt; setzen Sie sie nun in den Stand, Propaganda- Weisen zu unternehmen, Flugblätter zu versenden usw. usw. Diesen 5000 Mark Erfordernis stehen ungefähr 2500 Mark Einnahmen gegenüber, 1800 Mark nominell an Beiträgen — bei 1500 Mitgliedern ä 1,20 M. — ferner 700 Mark, die auf andere Weise, durch Inserate, Fondsbeiträge usw. einkommen. — Wie sind die übrigen 2500 Mark hereinzubekommen? Dfts einfachste wäre ja, den Verbandsbeitrag entsprechend zu erhöhen, also v°n 1,20 auf 2,70 Mark. Das erscheint nach reiflichem Hin und Her als etwas unzweckmäßig, als etwas nicht Schmackhaftes. Aber alle anderen Turnverbände, die Deutsche Turnerschaft, die Arbeiter-Turnvereine liefern ihren Mitgliedein die Zeitung nicht umsonst, sie verlangen sie bezahlt; wir «aben sie bisher umsonst geliefert. Die Deutsche Turnzeitung kostet 6 Mark, die anderen entsprechend mehr oder weniger, keine ist so billig zu haben w>e die Jüdische Turnzeitung. Es ist erforderlich, daß man diese beiden Dinge auseinanderhält, die Leistungen des Verbandes, die er ausführen muß und die man von ihm erwartet, und die tatsächlichen fortdauernden Leistungen, wie sie in der furnzeitung den einzelnen Vereinen zugehen. Beides muß bezahlt werden, "jttd zwar so, daß der Verband wirtschaften kann. Wird ein Betrag von »•50 Mark auf jedes Mitglied umgelegt, so dürfte die Summe von 2000 Mark anzusetzen sein, wir hätten also zu den 2500 Mark 2000 Mark zuzurechnen, und die übrigen 500 Mark dürften durch erhöhte Propaganda des Ausschusses vielleicht hereingebracht werden, wir hoffen aber, daß dieselben durch erhöhte Mitgliederzaht der Vereine und durch Hinzukommen weiterer Vereine s«ch ergeben werden. Sä l- Die ^ereine konnen diese 1,50 Mark in den meisten Fällen aus ihrem äckel nicht zahlen. Wir brauchen dies ja eigentlich nicht zu erörtern, aber

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