Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 6/7 (6.1909)
- Date
- 1909-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 6/7 84 ohne Wahlrecht, Schüler, Miidcheh etc.), deren genaue Zahl sich nicht angeben läßt, die aber jedenfalls nicht geringer ist als die auf dem letzten Turntag angegebenen 1500. Die Mitgliederzahl der einzelnen Vereine ist in einigen Vereinen nicht unerheblich gestiegen, in den meisten jedoch gleich geblieben. Es Ist aber ferner auch zu erwähnen, daß insbesondere die galizischen Vereine, die vordem nur auf dem Papier gestanden haben, sich zu entwickeln und zu arbeiten beginnen. Wir haben ja auch die große Freude, einen eigenen Delegierten dieser Vereine in unserer Mitte zu sehen. Endlich ist hervorzuheben, daß die jüdische Turnbewegung, wenn man den Gesichtspunkt der Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu unserem Verbände außer acht läßt, allgemein zugenommen hat. Im Orient und vor allen Dingen in Palästina beginnen sich weitere Kreise für die jüdische Turn- Siiche zu interessieren. Fn der Schweiz hat sich ein Turnverein gebildet, von dem 'wir Gutes erwarten dürfen. In Breslau ist nach langjährigen ßemühungen endlich ein Verein konstituiert worden. Erwähnung verdient auch der Znaimer Turnerklub, dessen Interesse für unsere Sache ja aus der En'* sendung von vier Herren zu unserer Tagung erhellt. Die alten bewährten Mitglieder unseres Verbandes, die Jüdischen Turnvereine i;; Berlin. Köln, Graz. Plößnitz, Bielitz, Posen, Samter und die beiden Vereine in Wien haben sich in der abgelaufenen Berichtszeit recht erfreulich entwickelt und sind als konsolidierte und nicht mehr von einigen wenigen Peisonen abhängige Körperschaften zu bezeichnen. Die Kritik, die von manchen .Verbandsvereinen an der Arbeit der Turnerschaft schon vor dem Turntage geübt wurde, enthält in gewisser Hinsicht einen wahren Kern. Sie schießt freilich in ihrer Negative weit über das Ziel hinaus, indem sie erklärt, daß der Ausschuß seit dem letzten Turntage absolut untätig 2e" w esen sei. . Die Aufgaben, die dem Ausschusse oblagen, waren derartige, daß > Berücksichtigung der geringen Anzahl von Arbeitern im Ausschuß Grunde genommen kommen nur drei Herren in Frage, da der Kassenführer Posten lange Zeit mangels einer geeigneten Persönlichkeit unbesetzt geblit und der gewählte Beisitzer an unseren Arbeiten niemals sich beteiligt hat —- und ferner bei Berücksichtigung des von dem letzten Turntag uns über gebenen Arbeitsmaterials nicht viel mehr geleistet werden konnte als Ke leistet wurde. . s Schließlich ist ja auch der Ausschuß in unserer Organisation nicht allein tätige Organ des Verbandes. Wenn er auch die Pflicht zur Initia hat, so ist doch vorauszusetzen, daß die Verbandsvereine, deren Wille" zum Ausdruck bringen soll, ihren Willen äußern. In dieser Beziehung nur gesagt werden, daß innerhalb des Ausschusses weit weniger als au halb desselben gesündigt wurde. Die regere Mitarbeit, die auf dem let Turntage den Vereinen anempfohlen wurde, blieb, von wenigen Ausnati abgesehen, leider aus. Mit der überdies häufig recht spärlichen Einsen von Vereins- und Eestberichten für die „Jüdische Tumzeitung'" ist es ■» nicht getan. Der Ausschuß hat eine ganze Reihe von Aufforderungen 8" Vereine gerichtet, sie wiederholt und nochmals wiederholt, ohne daß auf 1 Appelle reagiert wurde. Die außerordentlich starke berufliche InansPr