Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1909-06-01 · 6/7 (6.1909) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
6/7 (6.1909)
Date
1909-06-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/4921092-5965117-5965291--2445-4925264
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

No. 67 33 schweren Entschluß damals gefallt, ein Fundament zu bauen aus ganz natürlichen Quadern und einem ganz festen Kitt, der aus Blut und nicht aus zufälligen Kulturen besteht, aus Kulturen, die wir durch unseren zufälligen Aufenthalt in diesem oder jenem bewohnten Teil der Erde in uns aufgenommen liaben. Mit diesem Entschluß haben die Begründer der Turnerschaft ihren Mitgliedern ein heiliges Vermächtnis übergeben, ein Vermächtnis, das in jedes Herz tief eingebrannt sein soll, und dieses Vermächtnis soll das sein, daß •sie für sich selber, meine Herren Delegierten, den Gedanken der national- Judischen Turnbewegung immer tiefer verinnerlichen und in Ihren Vereinen diese Idee, die Seele unserer ganzen Arbeit, immer fester Wurzel fassen lassen. Auf dem letzten Turntag hat Herr Julius Berger, den wir heute sehr schmerzlich vermissen, ein formvollendetes Referat gebracht Uber den wert, den di; Erziehung nach dieser Richtung in unseren Vereinen hat, und )ch kann auch an dieser Stelle nicht dringlich genug darauf hinweisen, daß j" unseren Vereinen noch weit mehr als bisher geleistet werden kann, nicht loß durch Vorträge, sondern durch das vorbildliche Beispiel eines jeden v°n Ihnen. Als was betrachten wir uns. Ich kann es doch wohl ohne Übeihebung sagen, wir halten uns doch für eine erlesene Schar innerhalb der Judenheit. Ir halten uns nicht bloß dafür, sondern wer uns gestern gesehen hat, und Wer uns sonst an unseren Veranstaltungen sieht, fällt das gleiche Urteil. s hat großen Wert, wenn wir es uns selber sagen, wenn wir es an dieser pjr aussPrechen; denn dieses Bewußtsein, eine erlesene Schar zu sein, eine aJanx zu bilden gegen alle Gewalten, die unser Judentum bedrängen, * eine so tiefe Kraft in sich, daß es allein schon helfen kann, uns selber ■ estigen und unsere Anhänger in Treue und Hingebung um uns zu scharen, sere Reihen sollen immer dichter und enger geschlossen werden, das Band, s uns heute hier verknüpft, soll, wie es uns gestern beim gemeinsamen rnen sinnfällig umschloß, so für alle zukünftige Arbeit immer fester getet werden, damit wir wirklich eines Tages würdig sind, die Vorkämpfer er gesamten ludenheit zu sein! Geschäfts- und Finanzbericht von Dr. Zirker. q Per Bericht, den ich Ihnen zu erstatten habe, umfaßt nicht bloß den ist d y5er'cnt' sondern auch, da der Kassenführer des Verbandes verreist ' en Finanzbericht, und ferner den Bericht Uber die „Jüdische Turnzeitung". U , ^er Vorsitzende des Ausschusses hat Ihnen bereits mitgeteilt, daß dei w .an^ des Verbandes sich seit dem letzten Turntage nicht unerheblich erdie V ^6r ^erban<i ziin,t augenblicklich 19 Vereine, von denen freilich Peri dere'ne Stettin und Prag zurzeit inaktiv sind. Während der Berichts¬ und K S'nd d'e ^ereine von Lemberg, Charlottenburg, Tarnopol, Straßburg Hradi °nSta'ltiR0Pel dem ^erhande beigetreten. Der Verein in Ungarischigt Scn" der seit langem seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, Züri hS8escnie<len- Zur Aufnahme hat sich ferner der Budapester sowie der Vere- C^ ^ere'n gemeldet. Der Antrag auf Aufnahme ist endlich von dem Slied'" m ^raltau uncl in Jarfa zu erwarten. Die Zahl der ordentlichen Mittage erndes Verbandes beträgt 1578 gegenüber 1215 auf dem letzten Turnazu kommen noch die Zöglinge und sonstigen Mitglieder (inaktive

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.