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Jüdische Turnzeitung · 1909-05-01 · 5 (5.1909) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
10 (1909)
Issue
5 (5.1909)
Date
1909-05-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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66 No. 5 Qlasbüchse, ausserdem eine Verbandschere. Kalikotbinden. Eine Rolle Heftpflaster (Leukoplast). Eine Flasche Bactoform (Lysoform) verdünnt. Eine Flasche Kollodium. Eine Flasche Benzin. Eine Flasche Kognak als Analepticum. Je eine Tube Borvaselin und AlsolcrSme. Einen Esmarchschen Schlauch. Schliesslich für den Arzt eine Pravazsche Spritze und Kampheröl. Im Turnsaal selbst hängt die äusserst übersichtliche Lambergsche Tafel über erste Hilfe*), die jedermann die Orientierung über die wichtigsten Massnahmen, die bei Unfällen zu treffen sind, mit einem Blicke ermöglicht. Schliesslich wäre noch zu erwähnen, dass in unserem Vereine sämtliche Vorturner und Vorturnerkandidaten verpflichtet sind, an einem solchen Kursus teilzunehmen und künftig bei der Vorturnerprüfung die „erste Hilfe am Turnplatz" einen Prüfungsgegenstand bilden wird. Es ist mir nicht bekannt, wie es mit der Organisation der ersten Hilfe bei den anderen Vereinen der jüdischen Turnerschaft steht. Weit entfernt davon, meine eigenen Bestrebungen auf diesem Gebiete etwa als mustergültig hinstellen zu wollen, möchte ich bloss die Anregung zu weiterer Ausgestaltung gegeben haben. Dr. Ludwig Werner-Wien. Auf der am 29. v. M. stattgehabten ausserordentlichen Hauptversammlung des I. Wiener jüdischen Turnvereins wurde die Demission des langjährigen Obmannes des Vereins, Herrn Dr. Ludwig Werner, zur Kenntnis gebracht. Der Verein beschloss in Würdigung und Anerkennung der grossen Verdienste, die sich Herr Dr. Werner um ihn und um die jüdische Turnsache überhaupt erworben, Herrn Dr. Werner in das goldene Buch des Nationalfonds eintragen zu lassen. Die Demissionierung des Herrn Dr. Werner erfolgte infolge ausserordentlicher beruflicher Inanspruchnahme. Auch die Jüdische Turnzeitung und der Ausschuss der jüdischen Turnerschaft beklagen auf das lebhafteste das Ausscheiden Dr. Werners. In der jahrelangen Arbeit, die die Turnerschaft mit Dr. Werner verbunden hat, haben der Ausschuss der Turnerschafti der Turntag und die Obmannschaft die unübertreölichen Leistungen Dr. Werners kennen und schätzen gelernt. Wir dürfen den berzliehen Wunsch aussprechen, dass Dr. Werner, wenn er auch formell die Geschäfte des Vorsitzenden des Wiener Vereins niedergelegt hat, doch nach wie vor mit seiner ganzen Person unserer Tur°" sache treu bleiben und ihr dienen wird. Der Würdigung, die die Persönlichkeit und die hervorragende energische und umsicbt»ge *) Herausgegeben von der Wiener freiwilligen Rettungsgesellschaft.

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