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Jüdische Turnzeitung · 1908-12-01 · 12 (12.1908) · p. Seite 211

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
12 (12.1908)
Date
1908-12-01
Page
Seite 211 (sequence 5)
Language
German
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No. 12 211 Wen wir an die Spitze unserer Gemeinden und Wohlfahrtsinstitutionen setzen, der hat nicht blos die Geschäfte und Formalien seines Amtes gewissenhaft zu verwalten, es gilt auch, sie i n Jüdischem Geiste zu verwalten. Dazu gehört aber vor allem eine enge Fühlung mit dem, was unser Volk in seinem Tiefsten bewegt, mit unserem Ringen und Streben, mit dem jungen Frühling unseres Volkstums, den zu erleben und zu tragen unser Glück ist. Nur äusserste Unkenntnis unserer Bestrebungen konnte den ßeschluss des Strassburger Verwaltungsrates zuwege bringen. An unsere Strassburger Brüder aber tritt jetzt erneut die Aufgabe heran, Einigkeit und Ausdauer zu zeigen und ihren exponierten Posten mit allen Ehren zu halten. Dr. Georg Arndt Vorsitzender des Ausschusses der Jüdischen Turnerschaft. Besteh ihm Der Strassburger Bericht. Seitens des Strassburger J. T. V. geht uns folgender Bericht zu: Die günstige Entwicklung, die unser Verein in der kurzen Zeit seines ens genommen hat, dankt er nicht zum wenigsten dem guten Rufe, den seine stete, gewissenhafte Arbeit in den Kreisen der hiesigen Bürgerschaft erworben hat. hu atlffeseriene Stellung, die der Turnverein unter den Vereinen Strass- 2örgrS, einn'mmt, berechtigte uns zu der Errichtung einer Schüler- und (j gr'lns»Sr'ege, deren Eröffnung das Zutrauen, das die jüdischen Eltern stand'6'"''6 U11S entsegenbringen, auf die Probe stellte. Die Probe ist bteinz I ' Und daS 'St fiir uns uneridlicn viel wichtiger denn das Wohlwollen auf d,ner' aUCh wenn sie zurzeit über Mittel der jüdischen Allgemeinheit, ein e'1Cf e'" Anrecnt haben, verfügen. Ohne besondere Propaganda, am reiche S Zil kular mnerschienen am ersten Turnabend 40 Zöglinge. Zahlung h ympathiekundgebungen aus allen Kreisen der Bürgerschaft bestätigten ' 0ass w'r auf dem richtigen Wege sind. 'H) Knai 3 er'loh sicn eine neue Schwierigkeit: Als am Mittwoch nachmittag Tumhan "nd der '"urnlehrer erschienen, erklärte der Leiter der Schule: Die Unterred "iCht benutzt werden- Gründe: gibfs nicht. Bei einer Ausrede ""h mit ^itgliedern des Vcrwaltungsrates erfuhr man zuerst einige r-s blieb"' i Cn .Unnaltbarkeit ihnen sofort nachgewiesen werden konnte, haupt [)• sHeinz'Kes- Gegnerschaft gegen den Jüdischen Turnverein über¬ Punkt s'C en hatten also in ihrer Beratung einen eigentümlichen Ständige rt^if Rltscnieden «her die Richtigkeit der Einrichtung einer Zöglingske't hatten est<rhen eines jüdischen Turnvereins überhaupt. In Wirklichsehen, aucl Sle.sich aber nicnt als °nere Instanz für den Turnverein anzusuchen n " Wenn man ani:immt> dass wir l,m illre Unterstützung nachxv ' r bea n6"" S'e sollten uns ia nichts aus ihrem Eigentum geben, sondern " n s p r u c h t e n die Benutzung eines Hutes der A 11 g e-

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