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Jüdische Turnzeitung · 1908-08-01 · 8/9 (8.1908) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
8/9 (8.1908)
Date
1908-08-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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No. 8/9 159 <>|s ein ebener Platz und ein paar Wurf- und Sprunggeräte, sodass es auch Weinen Vereinen, die die Kosten der Turnhalle und der vielen Geräte nicht bestreiten können und deshalb zugrunde gehen, möglich ist, ihren Mitgliedern Gelegenheit zu geben, den Körper in frischer Luft zu stärken. Die alten kriechen, unsere klassischen Vorbilder, mit ihrer hoch entwickelten Körperkultur wussten sehr gut gerade den Vorteil der genannten Übungen zu schätzen, und ihre grössten und hervorragendsten Kunstwerke der Plastik sind zum grossen Teil Figuren und Szenen aus den olympischen Spielen die damals grosse Volksfeste waren. — H Wie nun schon gesagt wurde, zergliedert sich die Athletik in drei nauptgruppen und zwar in: 1, Laufen; 2. Springen; 3. Wurf- und Stossubungen. .. L Im Laufen unterscheiden wir nun: Kurze Strecken von ca. 50 m 3nL200 m; mittlere Strecken von ca. 400 m bis 1500 m; lange Strecken von dUW m bis 40000 m; Hürden- und Hindernislauf über beliebige Strecken. 2. Die Sprünge teilt man ein in: 1. Sprünge ohne Anlauf; 2. Sprünge 't Anlauf, a) Hochsprung; b) Weitsprung; c) Hoch-Weitsprung; d) Drei- Pfung; e) Stabsprung. Für Sprünge ohne Anlauf kommen gewöhnlich nur nochsprung und Weitsprung in Betracht. 3. Bei den Wurf- und Stossübungen kennen wir: Diskuswerfen, Speererfen, Hammerwerfen (nur in Amerika), Schleuderball- und Cricketballerfen, Kugelstossen, Steinstossen. jj Es würde nun natürlich zu weit gehen, wollte ich für die genannten ungsarten ein spezialisiertes Trainingssystem geben. Es soll hier nur?eig.t werden, was der Begriff Athletik bedeutet, und wie man ohne grosse kuniäre Opfer sich einer geradezu idealen Körperpflege hingeben kann. kam ,^odurc'i sich die Athletik vom Turnen unterscheidet, das ist der Wett- W ul' der in allen ^bun^en zu Ta^e tritt- Man kann über den Wert des ettkampfes im allgemeinen viel streiten, so viel ist jedenfalls klar, dass we'l ernster Ausübung unseres Sports Bedingung ist aus dem Grunde, ke't i 3n nur emem Wettkampf einen Massstab an seine Leistungsfänig- ' . 8e" kann, und da eine grosse Leistungsfähigkeit ein regelmässiges und hak S ^en erfordert, so erzieht der Sport den Athleten hierzu, und wir "aoen damit unser Ziel erreicht. zu b e'm ^au* 'st es ratsam' lnit einem langsamen Dauerlauf sein Training •lrgene5lnnen- Man übertreibe hierbei anfangs nicht und höre auf, sowie man gleich e'Che Müdngkeit oder Beschwerden verspürt. Oerade bei einem allmiiIräSSieen **auf erstarken die Herzmuskeln und befähigen den Körper sehen ■ fü.r Krossere Leistungen auf allen Gebieten der Leichtathletik. So vorbilrir'r d'e Ameri'caner und Engländer, die in dieser Beziehung geradezu Laufe« ^ind' ihr taK"ches Training, ob der betreffende nun Spezialist im springen oder Werfen ist, mit einem langsamen Dauerlauf einleiten, d. h das. kaufen u°er kurze Strecken ist ein guter Start erforderlich, bei * .em möglich schnelles Abkommen von der Ablauflinie, da beispielsweise SCnej?eni'Lauf über 50 m der mehr oder minder gute Start das Rennen ent- Konku d'esen kurzen Strecken ist bei einigermassen gleichwertiger SPrjnB.rre"z an kein Aufholen zu denken. Es empfiehlt sich zum Laufen und vermein" llune mit spikes (Nägel oder Dornen auf der Sohle) zu tragen; sie aUf ^ur das Rutschen und geben dem Läufer Sicherheit. Für den Läufer das ist a Und mittlere Strecken kommt nur eine Startmethode in Betracht, s*arts s-rf sogenannte amerikanische oder hand-spring-Start. Alle übrigen md fr den Sprinter zu verwerfen. Der amerikanische Start wird

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