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Jüdische Turnzeitung · 1908-05-01 · 5 (5.1908) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
5 (5.1908)
Date
1908-05-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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106 No. 5 Turnverbänden. Leider sind hier die einzelnen Daten ungenau. Entsprechend der Kampfstellung, die der Bund einnimmt, weht durch das Qanze ein scharf politischer aber doch durchaus turnerischer Zug. Jahrbuch 1908 für Volks- und Jugendspiele. In Gemeinschaft mit E. v. Schenkendorff und Prof. Dr. med. F. A. Schmidt herausgegeben von Hofrat Prof. H. Raydt. Verlag B. Q. Teubner in Leipzig und Berlin. 318 S. Qr. 8°. Das Jahrbuch zeigt diesmal besonders deutlich, wie rührig seitens des Zentralausschusses gearbeitet wird, und wie seine Bestrebungen alle Klassen und Stände umfassen wollen. Ein jeder Turner sollte diese hoffnungsvolle Bewegung aufmerksam verfolgen und ihre Lehren auch unserem Vereinsbetriebe nutzbar zu machen suchen. Die 36 Abhandlungen interessieren durchweg und dürften dank der kunstvollen Ausstattung das Buch zu einem wertvollen Propagandamittel der Bewegung machen. Der Buchschmuck von Alois Kolb zeigt in trefflichen Stichen Männer und Knaben bei Spiel und Sport. — Turngerätkunde. Ein Lehr- und Lernbuch für tätige und angehende Turnlehrer, ein Ratgeber für Handwerker, Gemeinden und Vereine. Von Karl S u p p 1 y, Turnlehrer am Schiller-Realgymnasium in Stettin. Gr. 8°, 190 S.,. 400 Abbildungen, Preis 6 M., Selbstverlag. Seit Lions Werkzeichnungen ist die Gerätkunde eine Wissenschaft; auch zu einer turnerischen Wissenschaft gehört reichhaltige Literatur. Aber trotzdem das schwierige Gebiet der Gerättechnik unsere Philologen förmlich zum Studium herausforderte, floss das Schriftentum nur spärlich. Kregenow und Samels Bändchen wurde schon eifrig zum Unterricht aufgenommen. — Da ist das mit Bienenfleiss zusammengetragene Werk des Stettiner Turnlehrers Supply freudig nicht nur als turnerisches, sondern auch als wissenschaftliches Verdienst zu begrüssen. Zum ersten Male sind hier Bau, praktische Einrichtung und Geschichte der Geräte im Zusammenhange vorgeführt; vieles, besonders in sprachlicher Beziehung kann für den Forscher grundlegend sein. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob sich die neuen Namen für Gerätteile etc. einbürgern werden. Die Anlage des Buches bedeutet ein System für sich und ist bei der Eigenart der Materie glücklich gelöst worden. Neu ist auch die sog. Parallelperspektive der Zeichnungen, nach der die Handwerker sofort arbeiten können. Ein Nachschlagebuch für Ausstattung und Herrichtung der Turnhalle, Preis und Beschaffenheit der Geräte, Turnplatz, wird den Qemeinden und Vereinen geboten, eine treffliche Anleitung zum Gerätebau den Handwerkern. Das Werk verdient zu den Turnklassikern gereiht zu werden. —n. Sprechsaal. Zur Frage des Verbandsfonds t Das grösste Verdienst der „Jüdischen Turnerschaft" ist das, „dass sie ist." So sagt Turngenosse Leicht in seinem Artikel in der April- Nummer der „Jüdischen Turnzeitung". Und ich meine, dass er beinahe recht hat. Mir wurde letztens die bedauerliche Kunde, dass unser Bruder- Verein in Prag sich aufgelöst hat, und zwar aus Mangel an Betriebskapital. Man hätte nun erwarten können, dass die „Jüdische Turnerschaft" dem bedrängten Bruder-Verein durch Darlelm oder dergl. zu Hilfe geeilt wäre. Doch leider befinde ich mich in der angenehmen — oder vielmehr unan-

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