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Jüdische Turnzeitung · 1908-05-01 · 5 (5.1908) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
5 (5.1908)
Date
1908-05-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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No 5 105 »Für das Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis ist die Schwimmfähigkeit zur Bedingung zu stellen". Das deutsche Turnfest In Frankfurt a. M. Eine Glanznummer unter den Veranstaltungen des deutschen Turnfestes wird am Sonntag, den 19. Juli, der Festzug bilden. Ein historischer Teil führt die Entwickelung der Leibesübungen vom Altertum bis zur Neuzeit, in kulturgeschichtlichen Trachtengruppen vor. Es folgt als zweiter Teil die gesamte Turnerschaft, in Kreise und Qaue geteilt. Den dritten Teil bilden die Innungen, Vereine und sonstige Korporationen der Stadt Frankfurt. Ein Sängerchor, etwa dreissig Militärkapellen, mehrere Zivilkapellen und Bataillonstambourkorps werden im Festzuge mitwirken. 1 Büchersjchau. Unser Wald. Ein Volksbuch von Curt Qrottewitz. Herausgegeben von Wilhelm Bölsche. 160 Seiten, Gross 8°. Berlin 1907. Buchhandlung Vorwärts. Preis M. 2,50. Wir würden dem schlichten Werk nicht gerecht werden, wollten wir es mit überschwänglichen Worten loben. Es ist eine Monographiensammlung unserer Bäume. Der Ausfluss einer starken, bodenständigen Persönlichkeit, die man lieben muss. Lieben muss, weil das, was sie gibt, hervorgegangen Ist aus der innigen Liebe zu der Natur und zu uns, die wir ihr allzu sehr entfremdet sind. So schreibt kein Kind der Grossstadt, kein Stubengelehrter. Qrottewitz wuchs auf dem Lande auf und widmete sein Leben bis zum Tode — er ertrank beim Baden in einem märkischen Gewässer — dem „Verkehr" mit dem Walde. Vielleicht hätte der schlichte Mann eine andere Heimat, als die Mark nicht so lieb gewinnen können. Die Mark will entdeckt werden, sie offenbart sich nicht dem Snob. Wem sie sich aber in ihrer ganzen Schönheit erschlossen, den lohnt das Bewusstsein, einen Schatz, der vielen verborgen, sein eigen zu nennen. Blasierter Unverstand spricht uns von „des heiligen römischen Reiches Streusandbüchse". Der Bauer, der in schwerer Arbeit sein Land bebaut, mag dem dürren märkischen Boden gram sein, aber dem Wanderer, der ein wenig dem Dunstkreis der Städte entweicht, bieten sich herrliche Waldungen, saftige Wiesen und tiefgrüne, höhenumsäumte Seen — Stätten der Andacht. Qrottewitz vereinigt die Kenntnisse eines Fachbotanikers mit der Erfahrung eines Forstmannes und der Darstellungsgabe des Dichters. Man hat bei ihm stets den Eindruck, nur einiges aus einem Ubergrossen Reichtum an Kenntnis zu erfahren. Nirgends Oberflächlichkeit, nirgends aber auch trockene Wissenschaft. Der Herausgeber hat der Sammlung die schlichte, stolze Bezeichnung als „Volksbuch" beigegeben. Gelingt es ihm, auch durch seine Verbreitung diesen Titel zu rechtfertigen, so wird das Werk weite Kreise des Volkes zurückführen zur Quelle aller Kraft, zur Natur, und so jm grossen Stil eine Kulturarbeit leisten, die die Schule von heute in sträflicher Weise vernachlässigt: Die Bildung des Qemüts. F. A. Streitschrift für Mitglieder des Arbeiter-Turnerbundes von Karl Frey. Verlag des Arbeiter-Turnerbundes, Leipzig. 264 S. Kl. 8°. Das Büchlein will dem Arbeiterturner das Material zur Propagandaar°elt an die Hand geben. Für weitere Kreise ist die Turngeschichte und die m« statistischem Material versehene Übersicht aller Turnerorganisationen von Interesse. Das Kapitel über die Jüdische Turnerschaft bringt u. a. die Isolationen unseres zweiten Turntages über unsere Stellung zu den anderen

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