Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 9 (1908)
- Issue
- 2 (2.1908)
- Date
- 1908-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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26 No. 2 tungsfestin Form eines hübschen Kommerses. Isidor Wolff hielt die Festrede, in der er die Bedeutung des Turnens für die östliche Judenheit behandelte. Die Schülerabteilung soll mit Beginn des neuen Schuljahres ins Leben treten. Zur Deckung der für diese Abteilung erforderlichen Zuschüsse werden unsere Mitglieder zu freiwilligen Beiträgen herangezogen werden. Wir rechnen darauf, dass keiner, dessen Mittel es erlauben, zurückstehen wird, wenn die Aufforderung an ihn ergeht, nach seinen Kräften zur Qründung und Erhaltung dieser Abteilung beizusteuern, von deren Qedeihen die gesunde Fortentwickelung unseres Vereines abhängt. Es existiert ein Bar-Kochba-Fonds, aus dem wir ausserordentliche Ausgaben, wie sie Turnfeste, Verbandstage usw. mit sich bringen, bestreiten müssen, der aber vor allem ein Turnhallen- Baufonds sein soll. Wir erwarten, dass die Spenden hierfür in Zukunft reichlicher fliessen werden und glauben, dass eine regelmässige Erinnerung genügen wird, um die Werbetätigkeit für diesen Fonds anter unseren Mitgliedern anzufachen. Wir werden daher stets am Schlüsse unseres Monatsberichtes über die eingegangenen Spenden quittieren. Spenden für den Bar-Kochba-Fonds sind unter genauer Angabe des Zweckes den Abteilungskassierern oder dem Hauptkassierer einzuhändigen. C. Bar-Kocbba-Fonds. 13. Febr. 08. Auf einer Vorstandssitzung gesammelt . . . 8,— 18. Febr. 08. Louis SUberstein für ärztliche Behandlung durch Dr. Richard Blum..........—,50 15. Febr. 07. Die bei Wittner fröhlich kneipenden Bar-Kochbaner danken Glücksmann für seine Spende und überweisen sie dem Bar-Kochba-Fonds . . . 20,— in Summa Mk. 28,50 Köln. Jüdischer Turnverein. Am 6. Februar war unsere diesjährige Generalversammlung. Ausführlicher Bericht folgt in der nächsten Nummer. Posen. Neuer Turnverein. Der Vorstand hat unseren Verbandsvereinen ein nachahmenswertes Beispiel gegeben, indem er der Generalversammlung am 23. Januar seinen Rechenschaftsbericht in Qestalt eines schmucken Heftchens gedruckt vorlegte. Wir müssen uns leider aus Raummangel versagen, den äusserst sachlich abgefassten Bericht in extenso wiederzugeben, glauben jedoch, dass der Posener Verein sich gern bereit finden wird, denjenigen Brudervereinen, die sich seiner als Muster bedienen wollen, den Bericht zu übersenden. Wir begnügen uns im Folgenden mit einem Auszug: „Die ersten fünf Jahre def Vereinstätigkeit Hegen hinter uns. Mit Befriedigung können wir feststellen, dass der Erfolg der Verwaltung des Vereins recht gegeben hat, die unter Verzicht auf eine übergrosse Mitgliederanzahl allein darauf Wert gelegt hat, den Verein zu einem Werkzeuge der Stärkung des Judentums zu machen. > Die Zahl der Mitglieder des Vereins ist mit 152 die gleiche geblieben wie am Schlüsse des Vorjahres. Tatsächlich bedeutet aber diese gleiche Ziffer eine erhebliche Zunahme der Mitglieder. Denn erst in diesem Jahre haben wir uns entschlossen, die Namen der mit der Zahlung ihrer Beiträge beharrlich rückständigen Mitglieder aus unseren Listen zu streichen. Wenn der dadurch entstandene Verlust an Mitgliedern «- etwa 30 an Zahl — durch Neuaufnahmen wieder wett gemacht werden konnte, so bedeutet das einen grossen Fortschritt, der nicht nur in der Zunahme an Mitgliedern, sondern