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Jüdische Turnzeitung · 1907-11-01 · 11/12 (11.1907) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
11/12 (11.1907)
Date
1907-11-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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210 bot. wird in seinem neuen Gewände sicherlich vielen die Kenntnis eines interessanten Gebietes vermitteln. Die Hilfeleistung beim Gerätturnen von Otto W edler: mit einem Anhange: Erste Hilfe bei Unglücksfällen. Mit 117 Abbildungen. Leipzig 1906. Verlag des Arbeiterturnerbundes. 83. 280 Seiten. Das durch vorzügliche Abbildungen erläuterte Buch, das infolge der kurzen Bearbeitungszeit textliche Flüchtigkeiten aufweist, ist allen Vorturnern angelegentlichst zu empfehlen; macht es sie doch mit einem Stoffe bekannt, den sie unbedingt beherrschen müssen. Hoffentlich werden in einer zweiten Auflage die unerheblichen Mängel der ersten ausgemerzt. „Rhythmische Gymnastik. (Methode Jaques-Dalcroze.) Die rhythmische Gymnastik hat zum Zweck die Vervollkommnung der Kraft und der Geschmeidigkeit der Muskeln in den Proportionen von Zeit und Raum; sie soll den Sinn für plastischen Rhythmus und ebenso den fiir musikalische Symmetrie entwickeln. Sie besteht 1) aus einem System von Marschiibtingen, 2) aus einem System von Freiübungen. Sie ist gedacht als Hilfsmittel für die Musik, zugleich der Hygiene und Ästhetik. In den Freiübungen spielen die Atemübungen eine hervorragende Rolle, die den Brustkorb erweitern und kräftigen sollen. Gleichgewichtsübungen und ähnliche sollen die Architektur, den Körperbau verschönern, die Bewegungen harmonisch machen. Hölingen zur Ausbildung der Unabhängigkeit der einzelnen Glieder, Hölingen mit Überwindung von Widerständen, Übungen zur Entwickelung der spontanen Willenstätigkeit vervollständigen das System. Oerätübungen iehlen. (Nach „Korper u. Geist".) Im Aniange des Jahres 1908 wird in Odessa eine Vierteljahressehi ift „Die Jüdische Medizinische Stimme" in russischer Sprache unter der Redaktion der Arzte Dr. Adessmann, Dr. Heschelin, Dr. Marjaschess und Dr. Raimist erscheinen. Das Blatt hat zum Ziele: a) die Ursachen. Eigentümlichkeiten, den Charakter und die Verbreitung der Krankheiten in der jüdischen Bevölkerung und die Mittel zu deren Bekiimpiung zu erforschen: b) die Bearbeitung der verschiedenen Fragen in bezug auf die individuelle und öffentliche Hygiene unter den jüdischen Massen; et die Besprechung der besten Art, luden mit ärztlicher Hilfe zu versehen. In der „Jüdischen Medizinischen Stimme" werden auch Artikel aller Zweige der Medizin Platz finden. Alfred Maul. (13. April x8a8 bis ra. Oktober 1907.) Am 12. Oktober hat Alfred Maul seine Augen für immer geschlossen. Diese Nachricht, die unsere Leser durch die Tageszeitungen bereits erfahren haben, ist ein schwerer Schlag für die gesamte Turnerwelt, ja für die Menschheit überhaupt. Mit ihm ist einer der wenigen Ganzgrossen dahin gegangen, über dessen Grab sich Freund und Feind in aufrichtiger Trauer, in wehmütiger Teilnahme die Hand reichen. Maul war ein seltener Mensch. Er war vor allem ein Mensch. Einer, der Uber die beengenden Pfahle des eigenen Baus hinwegzuschauen vermochte, dessen geistiger und moralischer Horizont weit genug war. auch mit den Augen der anderen zu sehen. Und mit welchen Augen 1

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