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Jüdische Turnzeitung · 1907-07-01 · 7 (7.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
7 (7.1907)
Date
1907-07-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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136 No. 7 (I. Wiener J. T. V.) das Verhältnis der beiden Wiener Verbandsvereine auch seinerseits erörtert und den Antrag ebenfalls sympathisch begrüsst hat. Es wird festgestellt, dass zu Punkt 5, § 8 der Satzungen der Jüd. Turnerschaft: „Entscheidung über Berufungen gegen Beschlüsse oder Entscheidungen der Obmannschaft in zweiter und des Ausschusses in dritter Instanz" nichts vorliegt. Als letzter Punkt der Tagesordnung folgen nun die Wahlen. Zunächst wird als Verbandsvorort für die kommende Oese h ii f t s p e r i o d e Berlin bestimmt. Die Mitglieder des gegenwärtigen Ausschusses sehen sieh bis auf den Turnwart Dr. Blum aus beruflichen Rücksichten genötigt, ihre Ämter niederzulegen. Gemäss dem Vorschlage des Ausschusses und des J. T. V. Bar Kochba werden durch Akklamation folgende Herren als Ausschussmitglieder gewählt: Vorsitzender: Dr. Arndt, Schriftführer: Dr. Zirker, Turn wart: Dr. Blum, Kassenwart: Ernst Herrmann, Beisitzer: Dr. Franz Oppenheimer. Als Revisoren wurden gewählt die Herren: Arthur Sussmann. Louis Silberstein, Arthur Hirsch. Der Turntag tritt sodann in die Erörterung über den Ort der nächsten Tagung ein. Es liegen Einladungen von Köln und von Berlin vor. Meyer- Köln tritt lebhaft dafür ein, der Kölner Einladung Folge zu geben. Dr. Werner- Wien spricht für Berlin. Fräulein Eger beantragt die Bestimmung des Ortes der nächsten Obmannschaftstagung anheim zu geben. Dieser Antrag wird abgelehnt. 'Es wird beschlossen, den 4. Jüdischen TurntaK nach Berlin einzuberufen. Dlg. Czaczkis beantragt, beim Ausschuss anzuregen, dass die beschlossene Vorturner stunde im kommenden Jahre in Köln abgehalten werde. Diese Anregung wird vom Turntage zustimmend zur Kenntnis genommen und dem Ausschuss überwiesen. Hiermit sind sämtliche Agenden des Turntages erledigt. In rascher, aber doch nicht überstürzter Aufeinanderfolge waren Berichte, Kritik, Entlastung, Referate, Anträge, Diskussionen und Neuwahl vor sich gegangen. Wohl war es zu bedauern, dass infolge der Kürze der Zeit wichtige Besprechungen nur gedrängt ablaufen konnten und hin und wieder die absolute Redefreiheit eingeschränkt werden musste; im allgemeinen kann aber festgestellt werden, dass nur dem würdigen, aufopferungsvollen Ernst der Teilnehmer, der nichts Kleinliches und Störendes aufkommen liess, im Verein mit der musterhaften Leitung des Vorsitzenden, welche Qeschüftsordnungs- und Formalitätsdebatten völlig unnötig machte, das glänzende Resultat: die vorzügliche Bewältigung eines so umfassenden Materials in relativ so kurzer Zeit, zu verdanken war. In dieser Hinsicht kann der dritte Turntag den nachfolgenden als leuchtendes Muster dienen. Dem gab Dr. Israel Auerbach-Berlin Ausdruck, als er dem Vorsitzenden Scholem namens der Delegierten für die erfolgreiche Leitung der Arbeiten des Turntages dankte. Dann beantragt Dr. Auerbach, in liebendem Andenken an den ideellen Vater der jüdischen Turnsache 6 Ölbäume für den Herzl-Wald durch die Jüdische Turnerschaft zu pflanzen. Der Antrag wird mit freudiger Zustimmung angenommen. Es folgen Danksagungen des Herrn Dr. Werner an alle Erschienenen uikI des Vorsitzenden Scholem, der den Wiener Damen und Herren, unter

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