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Jüdische Turnzeitung · 1907-07-01 · 7 (7.1907) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
7 (7.1907)
Date
1907-07-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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No. 7 135 Es folgt das Referat des Herrn Turnwarts Po 11 a c k - Wien: „Uber die G r u n d z ü g e eines Leitfadens für Tuniw arte jüdischer Turnverein e", das sich über die Notwendigkeit der Schaffung eines Lehrbuches für junge Turnvereine, sowie über die Notwendigkeit einer einheitlichen Turnsprache im Verbände verbreitete. In der Diskussion weist Dr. Blum darauf hin, dass die Disposition des ersten Teils im wesentlichen übereinstimme mit der (Pollack übrigens nicht bekannten) des neuen Leitfadens für den Turnunterricht auf den pieussischen Volkschulcn. Dieser Teil des zu schaffenden Leitfadens werde daher voraussichtlieh durch das bereits vorhandene Buch erspart werden können. In der w eiteren Besprechung wird insbesondere die Notwendigkeit einer Einigung inbetreff der Vereinheitlichung der Turnsprache innerhalb der Jüdischen Turnerschaft betont, eine Notwendigkeit, die besonders stark beim diesmaligen Verbandsschauturnen hervorgetreten sei. Zur weiteren Verfolgung und Bearbeitung der Angelegenheit wird auf Antrag Schülern eine Dreimänner-Kommission, bestehend aus den Turnwarten Pollack, Dr. Blum und Meyer, vom Turntage eingesetzt. Es läuft ein Telegramm des früheren Vorsitzenden der Jüdischen Turnerschaft, Dr. Ernst T u c h. aus Hamburg ein, welches mit freudigem Beifall aufgenommen wird. Auf Antrag Dr. Werner wird der Ausschuss beauftragt, Herrn Dr. Tuch den üruss und Dank des III. Jiid. Turntags auszusprechen. Als nächste Agende folgen nun" verschiedene Anträge. Auf Antrag des Delegierten Dobrzynski, der von Erl. Eger unterstützt wird, bcschliesst der Turntag nach kurzer Debatte: „Die Jüdische Turnerschaft erachtet es für zulässig und wünschenswert, dass an künftigen Verbandsschauturnen auch Turnerinnen der verschiedenen Verbandsvereine teilnehmen." Der Antrag Posen: „Um nach und nach für alle Verbandsvereine eine gleichrnässigc Turnkleidung einzuführen, ist der Ausschluss oder eine Eachkommission zu beauftragen, eine einheitliche Normalturnkleidung festzustellen, die alsdann allen Verbandsvereinen zur Einführung empfohlen werden soll*", w ird, nachdem der Delegierte Sachs-Posen erklärt hat, dass in dem Antrage nur die Kleidung beim Turnen gemeint sei, der technischen Dreimänner- Koniiiiission zur Entscheidung überwiesen. Saar-Prag nimmt seinen Antrag wieder auf: „Eine gemeinsame Turnerkleidung einzuführen, die nicht bloss beim Turnen, sondern auch sonst, auf der Strasse, insbesondere bei gemeinschaftlichem Auftreten, von den Turnern zu tragen ist." Dr. Werner wendet sich gegen diesen Antrag. Der Antrag wird abgelehnt. Ernst Hermann erinnert an den schon früher gefassten Beschluss. eine Broschüre mit dem Titel: „Was verstehen wir unter National-Judentum" herauszugeben. Diese Anregung wird dem Ausschuss neuerdings als Material zur Verwirklichung überwiesen. Auf Antrag Dr. Blum beschliesst der Turntag: »Innerhalb einer Stadt soll nur ein national - jüdischer Turnverein b:- stehen", "achdem Turnwart Czaczkis (Wien, Eünfhaus) unter eingehender Darlegung des beklagenswerten Zustandes in Wien, wo zwei Vereine bestellen, ohne sich vereinigen zu können, lebhaft dafür gesprochen, und Dr. Werner

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