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Jüdische Turnzeitung · 1907-06-01 · 6 (6.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
6 (6.1907)
Date
1907-06-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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100 No. 6 selbst das Sprachrohr für die ihr entgegengebrachten Klagen abgeben. Man sagt im wesentlichen, es fehle Reichhaltigkeit in den Aufsätzen, der eigentlich turnerische Teil sei nicht genügend ausgebaut und das Blatt erscheine nicht pünktlich genug. Die Schuld hieran liegt aber nicht an der Leitung. Ein ausgedehnter Kreis von Mitarbeitern ist unumgänglich nötig. Der aber ist nicht vorhanden, da wir unsere Beiträge noch nicht honorieren können. Die früheren, zum Teil hervorragenden Kräfte haben mit der Zeit aus durch berufliche Qriinde herbeigeführtem Zeitmangel ihre Mitarbeiterschaft eingestellt oder auf ein kleinstes Maas beschränkt, Kapazitäten lassen sich meist nicht mehr als einmal zu einem Aufsatze herbei. Neue Männer, an die sich die Redaktion gewandt, haben sich nur spärlich eingefunden, und aus der Mitte der Vereine heraus kommt allzuwenig Unterstützung von den dort schüchtern verborgenen literarischen Talenten. In turnerischen Dingen ist der gegenwärtige Redakteur nicht genügend Fachmann; bei Übernahme der Redaktion ist ihm von Seiten des Ausschusses regere Unterstützung auf diesem Gebiete zugesagt als nachher geboten worden, wohl durch anderweitige Belastung der in Betracht kommenden Persönlichkeiten. Diese beiden Missstände führen auch den dritten herbei: wenn auf Beiträge gewartet werden muss, ist strikte Pünktlichkeit nicht möglich. Trotz alledem glaube ich, konnte das Blatt sich sehen lassen. Es ist aber unschwer, ein Eliteblatt aus ihm zu machen, und es besteht die Hoffnung dazu, dass es das wird. Mehrere der besten alten Kräfte haben anscheinend von nun an wieder mehr Zeit, Mitarbeit zu leisten, von den Vereinen ist nach dem gegenwärtigen Appell viel mehr Teilnahme und Unterstützung zu erwarten als bislang, und der turnerische Teil des Blattes wird florieren, wenn seine Bearbeitung einem Fachmanne neben dem Redakteur übertragen wird, was ich als meinen und des Bar-Kochba Antrag Ihnen in Vorschlag bringe. Helfen Sie alle mit, und die Turnzeitung wird mehr als von ihr erwartet wird, erfüllen!" Hierauf wird die Debatte über die sämtlichen Berichte unter Beschränkung der Redezeit auf 5 Minuten wieder eröffnet. Es beteiligen sich Frl. Eger, Heilbrunn, Dr. Blum, Dr. Königsberger, Czaczkis, Dr. Auerbach. Bassfreund. In der Debatte wurden gleichzeitig die auf die Berichte bezüglichen Anträge erörtert. Es wurden folgende Anträge mit Einstimmigkeit angenommen: 1. Antrag des .1. T. V. Posen: Der Turntag wolle beschliessen, dass die Jüdische Turnzeitung in turnerisch-technischer Beziehung besser ausgestaltet werde. 2. Antrag Dr. Israel Auerbach für den .1. T. V. Bar Kochba-Berlin: Der Turntag wolle beschliessen, in die Redaktion der Turnzeitung einen Fachmann oder zwei Redakteure, von denen der eine ein Fachmann sein muss, zu setzen. X Antrag Emil Bassfreund, Geschäftsführer der Turnzeitung: Der Turntag wolle beschliessen: Der III. Jüdische Turntag verpflichtet die Obmänner, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeit der Einzelvereine für die Jüdische Turnzeitung bezüglich Acquisition von Annoncen und Frequentierung des Buchverlages, sowie die Mitarbeit am redaktionellen Teil der Zeitung in das Arbeitsprogramm der Einzelvereine aufgenommen werde. Für die Durchführung des Beschlusses sind die Obmänner verantwortlich. 4. Antrag Dr. Ludwig Werner. Vorsitzender der Obmannschaft: Es wird der Obmannsehaft, vorläufig ohne Änderung des Verbandsstatntes überlassen, zu entscheiden, ob und wann der nächste Obmann-

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