Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 8 (1907)
- Issue
- 6 (6.1907)
- Date
- 1907-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 6 99 Aber auch direkt können die Vereinsmitglieder eine erfolgreiche Tätigkeit entwickeln, wenn sie in ihrer treien Zeit, die mehr oder weniger wohl der grossen Mehrheit zur Verfügung steht, darauf bedacht sein würden, durch persönliche Rücksprache mit den Inhabern geeigneter, ihnen bekannter Firmen für uns Inserate zu erwerben. Um das Interesse hieran zu erhöhen, sind wir bereit, für die uns zugewiesenen Inserate eine Provision von 33 Ya Prozent zu zahlen. Es empfiehlt sich für alle Einzelvereine, gleich dem Vorbilde des Vereins Bar Kochba-Berlin, alle gesellschaftlichen und Vereinszusammenkünfte auf ein passendes Lokal zu konzentrieren. Wir glauben, dass die Inhaber solcher Restaurants oder Cafes mit leichter Mühe dazu veranlasst werden können, diesen Versammlungsort in unserer Zeitung als offiziellen Treffpunkt anzuzeigen. Durch die Bestimmung eines allgemeinen Treff- Punktes wird auch eine ausserordentlich günstige Einwirkung auf das gesellige Zusammenhalten und dieAnnäherung der Vereinsmitglieder untereinander erreicht. Als geeignet erscheinen uns ferner für Inseratzwecke Fabriken von Turngeräten, Geschäfte für Turnerausrüstungen, Handlungen für photosraphische Artikel, photographische Ateliers, Uhren-, Zigarren-, Zigaretten-, Schuhwarengeschafte, Restaurants, Cafes, Konditoreien, jüdische Buchhandlungen neben manchen anderen Geschäftszweigen. Auf unsern Antrag wolle der III. Turntag beschliessen, die Mitarbeit für die Zeitung in geschilderter Form in ihr offizielles Arbeitsprogramm aufzunehmen. Wir dürfen wohl an dieser Stelle die Hoffnung aussprechen, dass ein solcher Beschluss recht tatkräftig durchgeführt werden wird. Eine für unsere Leser sehr vorteilhafte Einrichtung wurde vor ca. einem Jahre von dem damaligen Geschäftsführer der Zeitung in Form eines allgemeinen Bücherverlages getroffen. Wir sind durch Gewinnung einer der leistungsfähigsten Kommissionsfirmen Deutschlands in der Lage, unseren Auftraggebern jede Art Lektüre, gleichviel, ob turnerischen, literarischen, philosophischen, juristischen oder jüdischen Inhaltes zum Ladenpreise unverzüglich zu besorgen, falls wir sie nicht vorrätig haben sollten. Darüber hinaus sind wir bereit, iiir uns durch Vermittlung überwiesene Aufträge auf Bücher eine Vermittlungsprovision von ca. 10 Prozent, je nach Art der Bücher, zu zahlen. Wir sind der Ansicht, dass gerade dieser Geschäftszweig von unseren Lesern in ausserordentlich regem Masse in Anspruch genommen werden kann, da doch jedermann mehr oder weniger Bedarf an Büchern dieses oder jenes Inhaltes hat. Wir lassen sämtlichen Einzelvereinen noch nähere Mitteilungen über unser Inseratenwesen und unseren Buchhandel zugehen und bitten, etwa hierüber gewünschte weitere Auskünfte bei den Herren Vorsitzenden, Kassierern oder Schriftführern der Vereine einzuziehen. Selbstredend erteilt auch die Geschäftsstelle der Zeitung jede gewünschte Auskunft. Wir werden, vorausgesetzt, dass unsere Vereinsmitglieder unsere Anlegungen sich zu eigen machen und dadurch an einem Werke mit beitragen, welches jedem einzelnen wiederum zugute kommt, sehr bald in der l-age sein, die wirtschaftliche Frage unserer Zeitung in mehr als befriedigender Weise zu lösen. Je grösser unsere materiellen Erfolge sind, um so rascher kann die Zeitung ihren Wirkungskreis ausdehnen. Um so rascher kann sie sich in erhöhtem Masse den Aufgaben zuwenden, welche ihrer noch zum Wohle unseres jüdischen Volkes harren." (Beifall.) Dr. Israel A u e r ba c h - Berlin referiert über die Redaktion der Turnzeitung und führt etwa folgendes aus: „Mein Bericht hat nicht zum Ziele, das Lob der redaktionellen Leitung der Turnzeitung zu singen, die ihre Pflicht getan hat. Vielmehr will ich