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Jüdische Turnzeitung · 1907-06-01 · 6 (6.1907) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
6 (6.1907)
Date
1907-06-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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96 No. 6 nochmals in Berlin überprüft und das Statut unter Berücksichtigung aller einschlägigen Verhältnisse in Druck gegeben. Es ist erschienen und vom Ausschusse zu beziehen. Ein weiterer Beschliiss, einen Wanderturnlehrer zu engagieren, konnte nicht durchgeführt werden, da es dem Ausschusse nicht möglich war, einen geeigneten Herren zu finden. Ein Antrag Dr. Lasus, von allen Sammlungen in den Vereinen einen Teil an den Turnerschafts-Fonds abzuführen, ist trotz einstimmiger Annahme auf der Obmannschaftstagung von der grossen Mehrzahl der Vereine gar nicht beachtet worden. Uberhaupt haben sich die meisten Vereine bei der Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen recht lässig gezeigt. Die ebenfalls geplante Haftpflichtversicherung konnte aus denselben Gründen wie die Unfallversicherung bis jetzt nicht durchgeführt werden. Hierüber hat der Ausschuss in der Jüd. Turnzeitung 1906, Seite 97, Aufschluss gegeben. Ebenso hat er im Augustheft des gleichen Jahrganges eine genaue Statistik aller Verbandsvereine veröffentlicht. Im Jahre 1907 hatten wir wiederum heftige Angriffe in der „Deutschen Turnzeitung" zu bestehen, die wir durch Entgegnung in unserem Blatte sowie durch eine eingesandte und auch aufgenommene Berichtigung abgewehrt haben. Sehr grosse Mühe hat uns die geplante Ausdehnung der jüdischen Turnbewegung auf Palästina verursacht. Es ist gelungen, die Lösung dieser wichtigen Frage gemeinsam mit den in Betracht kommenden Faktoren schon iür die allernächste Zeit ins Auge zu fassen. Da sich eine geeignete Per_ sönlichkeit zur Durchführung des Planes gefunden und die erforderlichen Mittel bereitgestellt sind, so dürfen wir zu unserer Freude ein gutes Oe" lingen erhoffen. (Lebhaftes Bravo.) Leider ist es dem Ausschusse nicht gelungen, die Lethargie der jüdischen Turnvereine in Bulgarien zu brechen. Die Berichte von dort setzen oft monatelang völlig aus und inachen jede Betrachtung des Vereinslebens unmöglich. Der Ausschuss hat in der Berichtszeit folgende Propagandareisen in die Wege geleitet: 1905. Mai: Dr. .lalowicz: Halberstadt, Hannover. Juli: Dr. Zirker: ünesen. Oktober: Scholem: Stettin. 1906. April: Dr. Elias Auerbach: Posen. Mai: Heilbrunn: Posen. 1907. Mai: Scholem: Köln. Mai: Heilbrunn: Halberstadt, Halle, Dessau, Magdeburg. Die Redaktion der Turnzeitung ist seit fast einem Jahre auf Dr. Israe Auerbach übergegangen, die Geschäftsführung auf Emil Bassfreund. Das ursprünglich vorgesehene Korrespondenzblatt ist im Jahre 190 einmal erschienen. Aus Zweckmässigkeitsgründen wurde von der weitere Herausgabe abgesehen. Besonders hervorgehoben zu werden verdienen die Bemühungen de Ausschusses, Vereine neu zu gründen und bestehende heranzuziehen. Im Jahre 1905 war in Paris ein jüdischer Turn-Verein firesrrUnaei worden, der angeblich bereits 200 Mitglieder aufweisen konnte, über Nach war er wieder verschwunden, wie sein Leiter und seine Mitglieder, meist russisch-jüdische Emigranten waren. Erwähnung verdienen ulise\j Beziehungen zur Jewish Lads Brigade in London, zum Jüdischen Turn-u» Sportverein in Woodbine (Nord-Amerika), zum Turn-Verein „Makkabi Antwerpen und zum Jüdischen Turn-Vercin in Jaffa.

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