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Jüdische Turnzeitung · 1907-06-01 · 6 (6.1907) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
8 (1907)
Issue
6 (6.1907)
Date
1907-06-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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No. 6 95 Allgemeinen Bericht: „Der Jüdischen Turnerschaft gehören 16 Vereine mit 1215 ordentlichen Mitgliedern und 1500 Zöglingen und anderen Mitgliedern an, gegen 1905: 14 Vereine mit 1128 und 800, und 1903: 10 Vereine mit 986 und 500 Mitgliedern. Es ist mithin eine, wenn auch nicht grosse, Zunahme zu verzeichnen. Eingegangen ist der Verein in Freiburg, in die Jüdische Turnerschaft eingetreten sind die Vereine in Prag, Posen und Samter. Eingetreten und wieder ausgetreten ist der Verein in Qnesen. Die wesentlichsten Beschlüsse des Turntages sind in der Berichtsperiode zur Ausführung gelangt. Ein Verbandsfonds ist gegründet worden und hat bis jetzt den Betrag von Mk. 1262,94 ergeben. An den Sammlungen hierfür haben sich leider eine grosse Anzahl von Vereinen überhaupt nicht beteiligt. Die geplante Unfallversicherung war Gegenstand eingehendster Beratungen, die das Resultat ergeben haben, dass zurzeit eine Gesamtversicherung der Jüdischen Turnerschaft aus verschiedenen Gründen unmöglich ist. Den einzelnen Vereinen kann nur empfohlen werden, für sich entsprechende Vertrage zu schliessen. Der Ausschuss hat in der Berichtsperiode 38 Sitzungen abgehalten, ausser einer Anzahl Kommissk.nssitzungen. Der 2. Jüdische Turntag in Berlin bildete den Angriffspunkt für eine Reihe sehr heftiger Artikel der ..Kölnischen Zeitung'. Unser Julius Berger-Köln hat hierauf in der Jüdischen Turnzeitung erwidert. Diese Pressfehde hatte auch den Abbruch unserer Beziehungen zum Hamburger Jüdischen Turnverein zur Folge, da dieser sich eemüssigt fühlte, in mehr als ungehöriger Weise gegen uns Partei zu ergreifen. Hierüber ist auf Seite 123, Jahrg. 1905, der Jiid. Turnzeitung einsehend berichtet. Auf Veranlassung des Ausschusses ist eine Sammlung für die Jüdische Selbstwehr aus Anlass der Progrome in Russland in die Wege geleitet worden. Die eingegangenen Beträge sind ebenfalls in der Jiid. Turnzeitung ausgewiesen. Im November 19Ü5 trat unser verdienstvoller Dr. Jalowicz vom Amte eines Beisitzers im Ausschusse zurück. Für ihn übernahm Dr. Zirker den Beisitzerposten, während Referendar Julius Heilbrunn Schriftführer wurde. Im Januar 1906 erfolgte die Beschickung der Brüsseler Konferenz, aui welcher wir durch Dr. Ludwig Werner-Wien vertreten waren. Der Ausschuss hatte eine bis in die genauesten Einzelheiten gehende Denkschrift ausgearbeitet und der Konferenz unterbreitet. Leider haben die politischen Verhältnisse des Augenblickes eine Durchführung des Planes nicht angezeigt erscheinen lassen. Es ist jedoch zu hoffen, dass die gegebenen Fingerzeige die Grundlage für eine spätere Arbeit in unserem Sinne bilden werden. Wir haben den grossen Gedanken, unseren Brüdern im Osten die Wohltaten der Turnerei zu bringen, damals nur aufgeschoben und hoffen, ihn trotz aller Schwierigkeiten in nicht allzuferner Zukunft durchzuführen. Erwähnenswert und allen Vereinen zur Nachahmung empfohlen sei «■las gemeinsame Schauturnen des J. T. V. Bar Kochba-Berlin und des Stettiner Jüdischen Turn-Vereins am 18. Miirz 1906 in Stettin. Am 4. Juni 1906 fand statutengemiiss die Obtnannschaftstagung in Prag statt. Vertreten waren die Vereine von Berlin. Bielitz, Mähr.-Ostrau, Prossnitz, Stettin, Ungar.-Hradisch, Wien und Prag. Die Tagung hat dem Ausschusse eine Reihe von Arbeiten zugewiesen, deren Durchführung er sich nach Möglichkeit angelegen sein liess. Die Herausgabe eines Normalstatutes wurde in die Wege geleitet. Der von Dr. Werner-Wien vorgelegte Entwurf wurde eingehend durchberaten, später

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