Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 10 (10.1906)
- Date
- 1906-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4921092-5965100-5965249--1708-4924555- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
178 No. 10 „Einer gesonderten Besprechung bedarf die weisse Allerweltsrasse der Juden. Sie gehören — das unterliegt keinem Zweifel — im ganzen betrachtet, zu den begabtesten Rassen der Welt. Vermöge des ihnen aufgedrungenen intensiven Kampfes ums Dasein haben sie äusserst widerstandsfähige Typen herangezüchtet, in denen sich Intelligenz mit Rasseneigenart vereinigt. Die von ihnen absichtlich sehr bevorzugte Inzucht setzt sie indessen auch den mit konsanguinen Ehen untrennbar verbundenen Gefahren bezüglich körperlicher und geistiger Gesunderhaltung in höherem Grade aus als andere Rassen. Sie verfallen geistigen Erkrankungen vier- bis sechsmal häufiger als der Durchschnitt der Kulturnationen, in deren Mitte sie leben. Unter den Krankheitsursachen spielen geschlechtliche Ausschweifungen und Lebensnot eine besonders grosse, Alkoholismus eine geringe Rolle. Minderwertigkeit und Perversion findet sich häufig in der Jugend, ja, bereits die Kinder leiden oft an hochgradiger Neurasthenie. Letztere ist überhaupt unter den Juden sehr verbreitet, insbesondere beim männlichen Geschlecht, während das weibliche mehr zur Hysterie neigt. Durchschnittlich erkranken die Männer mit 37, die Frauen mit 36 Jahren, während das Durchschnittsalter phsychischer Erkrankung sonst 43 Jahre ist! Epilepsie ist selten. Dagegen nimmt die Paralyse einen höheren Prozentsatz ein als bei der anderen Bevölkerung (etwa 21 v. H. sämtlicher jüdischer Anstaltsaufnahmen, gegen 10—13 v. H. der andern). Merkwürdigerweise stellen die Frauen das grössere Krankheitskontigent. Nach den Untersuchungen von A. Pilcz ist auch zur Verrücktheit (Paranoia) eine erhöhte Neigung vorhanden, was um so bemerkenswerter ist, als diese Affektion allermeist auf degenerativer Grundlage entsteht. Im Gegensatz zu den Juden zeigen die reinen Angehörigen der semitisch-hamitischen Rasse diese hohe Krankheitsziffer nicht. So die Ägypter, Araber, Abessinier." Allgemeine deutsche Turnstatistik. Nach dem vom kaiserlich deutschen statistischen Amt herausgegebenen statistischen Jahrbuch für 1906 zählt Mitglieder die „Deutsche Turnerschaft" am 1. Januar 1806 . . 757110 der „Arbeiter-Turnerbund" 1905 ........ 67 715 der „Verband poln. Sokolverelne" in Deutschland . . 3 139 die „Jadische Turnerschaft" am 1. Januar 1906 ... 620 Diese Mitglieder verteilen sich Vereine in der „Deutschen Turnerschaft".......auf 7213 im „Arbeiter-Turnerbund"............ 783 Im „Sokolverband"............., 113 in der „Jüd. Turnerschaft" (im deutschen Reich) . ,. 4 Die Zahl der turnenden Juden in Deutschland ist natürlich um ein vielfaches grösser als die Mitgliederzahl der Jüdischen Turnerschaft, da mehrere Jüdische Turnvereine der Jüdischen Turnerschaft noch nicht angehören, und im übrigen die Juden heute noch sehr stark in der Deutschen Turnerschaft vertreten sind.