Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 9 (9.1906)
- Date
- 1906-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 9 161 Bücherschau. Bernhard Striegler: 1) Turnerische Aufführungen. Hilfsbuch für Vereinsturnwarte. 2) 16 Reigen für Turner und Turnerinnen. 3) 50 Marmorgruppen. Gut-Heil-Verlag, Leipzig-Reudnitz. In dem ersten Werkchen bietet Verf. den Vereinsturnwarten wirkungsvollen Stoff zur Verwendung bei turnerischen und geselligen Veranstaltungen. Die Übungen sind folgerichtig entwickelt und haben bereits wiederholt die Probe auf Ausführbarkeit und Wirksamkeit bestanden. Das Büchlein enthalt Frei-, Stab-, Keulen-, Hantel-, Gerätübungen, Gänge des deutschen Ringens, Fahnenschwingen usw., eine Fülle von Stoff, die wohl Jedem das bietet, was er zu seinem Zwecke gerade braucht. In dem zweiten Büchlein Finden wir in klarer, Ubersichtlicher Darstellung leicht erlernbare Reigen der verschiedensten Art in guter Auswahl. Die Marmorgruppen bringen eine Auswahl zum grossen Teil schöner und wirkungsvoller Stellungen nach antiken und modernen Bildwerken sowie eine Keine plastischer turnerischer Stellungen, deren Wirkung durch die Beherzigung der praktischen Winke garantiert wird, die Verf. im Geleitwort vorausschickt. Verf. hai mit den oben genannten Büchlein, die den Stempel der Praxis an sich tragen, die Turnliteratur um drei recht brauchbare Werkchen bereichert. Sie können mit Erfolg bei passenden Gelegenheiten Verwendung finden und sind — zumal bei ihrem geringen Preise — durchaus empfehlenswert. B. Prof. Dr. Joh. Orth: Aufgaben, Zweck und Ziele der Gesundheitspflege. Prof. Dr. E. Orawitz: Gesundspflege im täglichen Leben. Dr. Paul Jaerschky: Körperpflege durch Gymnastik, Licht und Luft. Bibliothek der Gesundheitspflege. Verlag Ernst Heinr. Moritz, Stuttgart. Mit der Schaffung einer Bibliothek der Gesundheitspflege, in der Autoren von Ruf uns das Wissenswerte aus ihren Spezialgebieten In klarer, lichtvoller Darstellung übermitteln, hat der Verlag Ernst Heinrich Moritz in Stuttgart ein verdienstvolles Werk unternommen. Es bedeutete ein Wagnis, den vielen populären hygienischen Schriften neue hinzuzufügen. Ich will gleich betonen, dass dos Wagnis als durchaus gelungen zu bezeichnen ist. Was Orth in seinem Werkchen über Familien- und Rassendegeneration, über Verwandtenehen sagt, hat für uns besonderes Interesse und muss Im Original nachgelesen werden. Niemand wird dieses Büchlein wie das von Grawltz verfasste aus der Hand legen, ohne eine Reihe von Vorurteilen, die gerade auf dem Gebiete der Hygiene so überaus zahlreich verbreitet und tief eingewurzelt sind, abgelegt zu haben. Beherzigenswert sind die Worte, die Grawltz der Frauenkleidung widmet und die in der Verurteilung des Korsetts und überhaupt jedes einengenden Kleidungsstücks gipfeln. Ein besonderer Abschnitt des trefflichen Buches handelt von den Leibesübungen, dem Baden, Turnen, Fechten, Spielen und anderen körperlichen Übungen, deren Hygiene und Diätetik gebührend abgehandelt wird. Jaerschky bespricht in seinem Werkchen, das durch vorzügliche Ahndungen illustriert Ist, den Wert der Leibesübungen im Allgemeinen auf