Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 7 (7.1906)
- Date
- 1906-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 7 119 Und dennoch darl man, meine ich, nicht von einer „Degeneration" des jüdischen Volkes sprechen. Würde ich allerdings die Formulierung, die Herr Dr. Mühsam der Frage gibt, annehmen, so müsste ich und mit mir Herr Dr. Mühsam die Frage bejahen! Es fallt mir aber nicht ein eine so ernste Sache so leichtfertig zu behandeln. Degeniert ist für mich derjenige, der mit einer schweren Lösion des Zentralnervensystems behaftet, zugleich die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung dieser zentralen Schwächung auf seine Nachkommen Involviert. Und so halte ich es nur für berechtigt, von der Tatsache einer grösseren Anzahl Degenerierter unter den Juden zu sprechen. Ich halte es für notwendig darauf hinzuweisen, dass bei dem anormalen Leben, das die Juden — ganz anders als die anderen Völker — zu führen gezwungen sind, die grosse Gefahr einer weiteren Vermehrung der Degenerierten besteht, noch grösser wird diese Gefahr in anbetracht der ungeheuren Erschütterungen, welche sich in Russland, dem Zentrum des Judentums, vorbereiten. Ich halte es für notwendig, darauf hinzuweisen, dass bei der bekannten grossen Wahrscheinlichkeit für die Vererbung zum mindesten der Disposition für Psychische Anomalien auf die Nachkommen, die Gefahr eine noch drohendere wird. Man könnte einwenden, die Geisteskranken bilden nur einen geringen Bruchteil der Gesamtbevölkerung. Mag ihre Zahl sich verdoppeln oder vervierfachen, was hat das für die compakte Masse zu bedeuten I Noch Immer hätten wir kein Recht, von einer Degeneration des jüdischen Volkes zu sprechen. Die hier lediglich durchgeführte Krankenstatistik könnte zu diesem Trsgschluss führen. Aber nicht die ausgeschiedenen Degenerierten, die zurückbleibenden Degenerierenden sind es, die unsere Sorge bilden. Die unendliche Anzahl Hysterischer, Neurastheniker, „Nervöser" unter den Juden ist es, die beweist, dass die Volksseele im ganzen gelitten hat; das Susserlich-grobsichtige Zeichen dafür ist die grössere Anzahl dep ausgeschiedenen Degenerierten. Nordau hat den Begriff der Entartung unendlich und einseitig ausgedehnt und versucht, von den geistigen Produkten der Völker und ihrer Anerkennung eine Degeneration der Kulturmenschheit abzuleiten. Könnten wir das psychische Leben des jüdischen Volkes einer ähnlichen, wenn auch weniger einseitigen Untersuchung unterziehen, so würden wir sicherlich im Durchschnitt Züge finden, welche beweisen, dass das Seelenleben der jüdischen Männer und Frauen sich nicht in normalen Denzen abwickelt. Was hilft es, wenn man immer und Immer wieder das Rassenmoment bei der Beurteilung der psychischen Pathologie der Juden ausschalten will; die Rasse ist nicht etwas Feststehendes; war die jüdische Psyche vor 2000 Jahren gesund, so haben sie eben diese 2000 Jahre krank gemacht, und so ist es jetzt eine jüdische Rasseneigentümlichkeit, dass das Nervensystem der Juden unendlich sensibler und unendlich laesibler ist. Es Ist nicht genug, als Gründe anzuführen, dass die Juden Stadtbewohner. Kopfarbeiter, dass sie Erschütterungen ausgesetzt sind, die bei den andern wegfallen und sich dabei zu beruhigen! Dadurch wird die traurige Tatsache "'cht aus der Welt geschafft; schon jetzt spielt die Erblichkeit in der Statistik der Geisteskrankheiten eine ungleich grössere Rolle als im Durchschniit der Christen, und jene Gründe wirken immer fort und bewirken eine immer