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Jüdische Turnzeitung · 1906-05-01 · 5 (5.1906) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
7 (1906)
Issue
5 (5.1906)
Date
1906-05-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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No. 5 81 russischen und polnischen Juden zum Teil ausgefüllt. Wir dürfen uns aber nicht verhehlen, dass bei der Verwertung dieser Zahlen «ine noch grössere Vorsicht am Platze ist. So gross auch die Not ist, welche die Judt n wahllos nach dem fernen Westen treibt, eine grosse und verhältnismässig sorgfältigere Auslese ist doch naturnotwendig. Es kommen doch meines Erachtens die kräftigsten, "widerstandsfähigsten Elemente und im besten Alter (gewöhnlich im militärfähigenj^nach dem neuen Lande. Kommen nun alljährlich tausende dieser immerhin auserlesenen Juden nach New-York und treten sie in die Statistik ein, so werden sie diese ausserordentlich 2" Gunsten der Juden verbessern. Ausserdem ist bei den Juden »n New-York eben aus diesem Grunde das Verhältnis der Erwachsenen zu den Kindern ein umgekehrtes als bei den anderen Nationen. Ihre Krankheits- resp. Sterbeziffer wird dadurch ausserordentlich viel niedriger ausfallen müssen, weil bekanntermassen die Sterblichkeit im kindlichen und besonders Säuglingsalter bei weitem die fiTösste ist. Auf andere Fehlerquellen werde ich noch gelegentlich hinweisen. (Fort«tzuor foiro Körperliche Uebungen und Massage im Dienste des Sports. In Nr. 4 und 5 der „Medizin für Alle" weist der Leiter der Universitäts- Massageanstalt in Berlin, Prof. Dr. Zabludowski, unter obigem Titel in einer °usrührlichen Abhandlung auf den Wert des Jahnschen Turnens für die Entwickelung des Körpers und der ganzen Persönlichkeit hin. Andererseits schildert der Verfasser, wie der Mangel jeglicher körperlichen Betätigung, der in den grossen russischen Ghettos zu dem Erziehungssystem gehört, den Körper der dortigen jüdischen Jugend schwächt, beugt, lelstungs- und widerstandsunfähig macht, so dass für diese Volksschichten von selten der Regierung besondere Normen für die Militärtauglichkeit aufgestellt werden mussten. Die wenigen Glücklichen, denen ein allseitiger Unterricht zu teil wird, unterscheiden sich bald von jenen durch Straffheit und Behendigkeit. Zu den körperlichen Übungsarten rechnet Verfasser in weitestem s'nne neben dem Turnen mit seiner Uberaus grossen Mannigfaltigkeit der Formen auch das Schwimmen, Reiten, Radfahren, Schlittschuhlaufen, KegelsPlelen usw. Hier sollte Verfasser nicht das Spielen vergessen, dessen hervorragende Bedeutung ja in neuerer Zelt immer mehr und mehr anerkennt wird, so dass an vielen Stellen bereits besondere Spielnachmittage ^"geführt worden sind. Mit dem Spiele und den sich zwanglos daran anschliessenden volkstümlichen Übungen kommen wir dem Spiel- und Gese|Hgkeitstriebe des Menschen entgegen. Hier beginnt auch der Weg, der Uns wieder zu der einfachen, natürlichen, antiken Gymnastik zurückführt,

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