Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 1/2 (1.1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1/2 21 Wir begrüssen den neuen Bruderverein und geben unserer Hoffnung Raum, dass er unbeschadet der letztzitierten Bestimmung es nicht versäumen wird, sich in kraftiger jüdisch-nationaler Gesinnung auszuleben. Stettin. Jüdischer Turnverein. Am 9. Januar fand eine Makka b&erfeier statt. Anwesend 400 Personen. Programm: Begrüssung, Prolog, Vorträge auf der Geige, Rezitationen jung-jüdischer Dichtungen, Festrede von Dr. Julius Moses-Berlin und Turnübungen Später Ball. — Zehn neue Mitglieder angemeldet. Köln a. Rh. Jüdischer Turnverein. Am 6. Januar: Makkabäer feier. Stabübungen einer Musterriege und Uebungen einer neugebildeten Damenriege, Liedervorträge. Wien. Erster Wiener Jüdischer Turnverein. Am 25. Dezember: Makkab&erfeier. Vortrag jüdischer Lieder. Festrede von Dr. Jakob Kobn. Violin- und Gesangvorträge, Deklamation jüdischer Gedichte, Klavierspiel. Bieiitz-Biala. Jüdischer Turnverein. Am3i.Dez.:VII.Stiftungafe8t. Festrede von Prof. Dr. Werner, Stabübungen der Damenriege, Gesangs-Vorträge, Keulenschwingen derjungmann- Schaft, Reckturnen, Violin- und Klavier-Duett, Hochbarrenturnen, Pyramiden. Zum Schlüsse Ball. — Der Reingewinn des Festes beträgt 351 Kronen; hiervon wurden aoo Kronen an die „Welt" für die Opfer der russischen Juden- ■nassacres gesandt und je 50 Kronen an die Kultusgemeinden von Bielitz und Biala überwiesen, um als Grundstock eines zu bildenden Katastrophenfonds zu dienen. Konstantinopel. Israelitischer Turnverein, in den Sälen der »Teutonia" Kränzchen. Freiübungen einer Knabenabteilung, Ringkampf, Aufführung eines 1 aktigen Lustspiels, Reckturnen, Gesangsduett, Pyramide. Fonds der Jüdischen Turnerschaft. Ungenannt durch Anni Baüo.........M. 30. Turner, werbet für unseren Verbandsfonds! Jüdische Chronik. Noch immer steht Russland für uns im Vordergrunde des Interesses, »nussiand ist beruhigt", aber der Judenhass ist es nicht. Im Gegenteil r'ngt jeder neu die Grenze passierende Jude neue Nachricht von dem «nrner allgemeiner, Immer heimtückischer aufflackernden Mordinstinkt gegenüber unseren unglücklichen Volksbrüdern. Eben erst mussten wir wieder eine Neuauflage der furchtbaren Plünderungen in demselben schon T5 '«rohtbar heimgesuchten Hornel erleben, und schon taucht hie und da j?* Scnreckgespenst der aus der Mandschurei zurückkehrenden verwerten, vertierten Soldateska wie ein blutigrotes Mordzeichen vor aer» gehetzten Juden auf. Wer weiss, was erst die landliche H u n ge r s -