Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 12 (12.1905)
- Date
- 1905-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 12 233 übertragen. Die an dieses Referat sich anschliessende Debatte zeigte mir, dass wir weder theoretisch noch praktisch hinter anderen Verbandsvereinen z" stehen kommen. Und nun, verehrte Anwesende, noch eine Bitte an Sie. Eine Zeit angestrengter Arbeit, der Übung zu unserem diesjährigen Schauturnen steht uns bevor. Ich weiss, dass von Ihnen allen die Ehre unseres Vereines hochgehalten wird, dass jeder von Ihnen an dem Gelingen des Schauturnens vollstes Interesse nimmt. Sie wissen aber auch, dass dies nur durch Ausdauer und Einsetzen der ganzen Kraft zu erreichen ist. Ich verspreche Ihnen, alles, was in meinen Kräften liegt, tun zu wollen; >ch bin aber auf Ihre Mitwirkung in erster Linie angewiesen. Wollen Sie mit Ehren bestehen, dann müssen Sie mit Ernst und Eifer die Übungen regelmässig mitmachen und nur im äussersten Notfalle den Besuch eines Turnabends unterlassen. Werden Sie auf diese Weise zu unserem Schauturnen sich vorbereiten, dann können wir Schönes bieten und unser Name wird mit Achtung genannt werden. Unterstützen Sie mich also in meiner Arbeit, dies ist meine Bitte an j>'e; der Verein wird Ihnen allen, ich jedem Einzelnen zu besonderem Danke verpflichtet sein. Aus dem hierauf erstatteten Kassabericht des 2. Kassiers Spitzer ergibt sich für das Jahr 1904/5 ein Kassaüberschuss von K 510,—, dem im Präliminare für 1905/6 ein unbedeckter Posten v°n K 861,— gegenübersteht. Darauf bestätigen die Kassarevisoren die Richtigkeit der Buchführung, worauf der Zeugwart über die Neuanschaffung an Inventar Bericht erstattet. Aus dem nunmehr folgenden Bericht über den Turnhallenbaufonds, den Herr Plowitz hä,t, ergibt sich, dass dieser gegenwärtig K 3155,76 beträgt. Herr Plowita stellt den Antrag, es möge, solange keine Statuten f°r den Fonds bestehen, von der Hauptversammlung ein Fonds- ^erwalter, der zugleich Mitglied des Turnrates sein muss, gewählt We'den, der die Buch- und Kassaführung ganz abgesondert von der Verwaltung der Vereinskassa zu besorgen hat. Auch solle bis *uf den Höchstbetrag von 1000 K, über den in Ausnahmeiäilen er Turnrat gemeinschaftlich mit dem Fondsverwalter zu Vereinszwecken verfügen kann, welcher dann eine Schuld des Vereines an ^en Fonds darstellen solle, eine Verausgabung der Fondsmittel nur auf Grund eines Beschlusses der Generalversammlung erfolgen °nen. Nach längerer, eifrig geführter Debatte wird der Antrag ^genommen. Hierauf wird dem abtretenden Turnrate das Absou °num erteilt und sodann an die Neuwahlen geschritten. Diese ergeben folgendes Resultat: Obmann Dr. Werner, ObmannstellfüT1^1 ^iegfried Beer» L Schriftführer c. j. Felsenburg, 2. Schrifthrer Elsa Steinbach, 1. Turnwart Rudolf Pollak, _>. Turnwart