Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 12 (12.1905)
- Date
- 1905-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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234 No. 12 Dr. Jerusalem, Zeugwart Ing. Stiassny, I. Kassier Hugo Spitzer, 2. Kassier Sigmund Günsberger, Beisitzer Karl Plowitz, Robert Korn und cand. techn. Pollak. Als letzter Punkt der Tagesordnung kommen Anträge der Mitglieder zur Behandlung. Der Antrag Löwenbein auf Anlage des Vereinsvermögens bei jüdischen Zwecken dienenden Instituten wird im Prinzip angenommen und der Turnrat aufgefordert, Erhebungen zu pflegen. Auch der Antrag Felsenburg auf Gründung eines Turnhallenbaufonds- und Vergnügungskomitees wird angenommen. Nachdem das Ehrenmitglied, Herr Fabrikant König, dem Vereine den Dank für die Einladung zur Generalversammlung ausgesprochen und ihm zu seiner Leitung gratuliert hat, wird die Generalversammlung geschlossen. Felsenburg. Hannover. Jüdische Turnerschaft. Das erste Quartal des Wintersemesters war für unseren Verein eine Zeit reger Tätigkeit und erfreulichen Aufblühens. Hatten besonders in den Monaten Juli und August unter dem Einfluss der Ferien der Besuch der Turnabende und die Zunahme des Mitgliederbestandes nicht den gewohnten Fortschritt gemacht, so war im Oktober und November über beides nichts zu klagen. In den drei Monaten, die uns noch von der Wiederkehr des zweiten Stiftungsfestes trennen, dürften wir zusammen mit unserer sich kräftig entwickelnden Damenabteilung das erste Hundert unserer Mitglieder noch erreichen. An besonderen Veranstaltungen ist in erster Reihe das am 11. November 1905 begangene erste Stiftungsfest unsrer Damenriege zu erwähnen. Unter Leitung von Fräulein Güdemann erfreute die Riege auf dem Feste durch vorzügliche turnerische Darbietungen. Auch sonst bot das Fest, wie die 14 Tage später veranstaltete Nachfeier, die zusammen mehr als 300 Teilnehmer vereinten, viel Anregung für unsere Turnbrüder und -Schwestern und die zahlreichen Gäste. Am 28. November veranstalteten wir unseren ersten Diskussionsabend über „die Notwendigkeit Jüdischer Turnvereine". Das Referat hielt unser 1. Vorsitzende, Herr Rechtsanwalt Gronemann. Der Abend war von 150 Herren und Damen besucht. Bemerkenswert war das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder der »Turnvereinigung 1904", die bekanntlich sich als eine „Sezession" i«1 vorigen Jahre aus unseren Verein entwickelt hat Wenn die Gegensätze an diesem Abend auch hart aufeinanderplatzten, so verlief doch der Abend durchaus ruhig. Sein Hauptzweck ist vollkommen erreicht worden: ein ungleich engerer