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Jüdische Turnzeitung · 1905-10-01 · 10 (10.1905) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
10 (10.1905)
Date
1905-10-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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No. 10 191 Turnerei und alle Zweige des Athletic-Sports." Er fährt dann fort: „Ich glaube nämlich nicht, dass der Zionismus mit seinen Bestrebungen nach dieser Seite hin in absehbarer Zeit viel aufstecken wird. Das ist natürlich .... kein Grund, die Sympathien für diese Seite der Bestrebungen des Zionismus zu mindern. Sie werden vielmehr trotz alledem der tiefen Einsicht und Intelligenz der Leiter der Bewegung auch nach dieser Richtung hin ihren Respekt zollen." Und zum Schluss heisst es: „Erfüllt sich die ideale Bewegung, welcher diese Blätter (die „Welt") gewidmet sind, .... dann erst wird es sich weisen, was von der Fabel von der körperlichen Minderwertigkeit zu halten war." Dieser Artikel der „Welt", der bei aller Ablehnung eine sympathisierende Tendenz zeigte, ist aber nicht etwa unerwidert geblieben. Vielmehr haben sich Herr Dr. Jeremias (Neuer Posener Turnverein) in der „Welt" 1901 No. 10 und Herr Dr. Jalowicz (Bar Kochba-Berlin) in der „Jüdischen Turnzeitung" II. Jahrgang No. 5 in sehr eingehender Weise mit dem Artikel beschäftigt und die darin enthaltenen Irrtümer richtig gestellt, und wir möchten nicht unterlassen, bei dieser Gelegenheit wieder auf jene beiden Artikel zu verweisen. In der „österr. Wochenschr." ist nun durch die Auslassung und Änderung der zitierten und anderer Sätze von der anerkennenden Tendenz des Artikels der „Welt" nichts übrig geblieben, als die Behauptung von der Nutzlosigkeit der jüdischen Turnvereine. Wundert sich die „österr. Wochenschr.", deren Stellungnahme Segen alle positive nationaljüdische Arbeit ja hinlänglich bekannt ist, — wir erinnern nur an die Teilnahme an dem schmählichen Feldzug gegen die Jüdische Kolonialbank —, wundert sie sich wirklich, dass roan sich von ihrer Seite eines anderen versieht, als von Seiten der „Welt"? Sie zeigt ja hier wieder durch die Verstümmelung des ursprünglichen Artikels, worauf es ihr beim Wiederabdruck ankam. Wie steht es nun mit dem Klopffechterkunststückchen, nach dem es scheinen sollte, als fiele unser Vorwurf gegen die „österr. Wochenschr." auf Herzl selber zurück? War es der „österr. Wochenschr." wirklich nur darum zu tun, durch den Neuabdruck, die ein Ehrenzeugnis der jüdischen Rasse bildenden Tatsachen, zur Kenntnis ihrer Leser zu bringen, *as musste sie da, die eine Anerkennung unserer Bewegung enthaltenen Worte, streichen?

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