Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 10 (10.1905)
- Date
- 1905-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 10 189 letztes Hilfsmittel selbst das Beissen erlaubt —, dass es wohl Im Verkehr mit Verbrechern am Platze ist und von Schutzleuten geübt werden könnte, auf deutschen Turnplätzen aber kaum den feeeigneten Boden finden dürfte. Dazu ist doch der Kern, der im deutschen Turnen und Turner steckt, zu gesund. Was Dschiu-Dschitsu an hygienischen Ratschlägen erteilt, ist nicht übel. Mässigkeit im Essen (Reis, Gemüse, Früchte, Fische) und Trinken, sorgfältige Hautpflege durch häufige Bäder, der Genuss frischer Luft, Atemübungen können jedem nur von Nutzen sein. Als Vorübung verlangt das Dschiu-Dschitsu die Härtung der äusseren Handkanten zur Ausführung wuchtiger, schmerzhafter und gefahrlicher Hiebe, die man — eine Art „methodischer Selbstverprügelung" — am eigenen Körper vornehmen soll. Dadurch sollen gleichzeitig empfindliche Körperstellen widerstandsfähig gemacht werden. Das Prinzip des Dschiu-Dschitsu erlaubt durch Druck auf einen Nerven den Arm zu lähmen, den Gegner aus dem Gleichgewicht und zu Fall zu bringen und ihn am Boden weiter liebevoll zu behandeln, etwa in dem Sinne, dass er sich überschlägt, wobei ein Genickbruch nicht ausgeschlossen ist. Scherze ähnlicher Art werden noch mehrfach angeführt. Ich kann dem System nur eine recht weite Verbreitung wünschen — aber in Japan, seiner Heimat. Nochmals: Zur körperlichen Minderwertigkeit der Juden. Wir müssen uns leider noch einmal mit der österreichischen Wochenschrift des Herrn Bloch in Wien befassen. Unsere Auslassungen über ihren Artikel unter obiger Überschrift gefallen ihr nicht und sie sucht sich in ihrer No. 40 durch die nachfolgende Briefkastenotiz an uns zu reiben: „Der Artikel ,Die körperliche Minderwertigkeit der Juden' war vor zwei Jahren mit vollständig demselben Wortlaut in der „Welt" abgedruckt und wurde uns von dem Verfasser, einem Freunde des verewigten Dr. Theodor Herzl, zum neuerlichen Abdruck übergeben. der Artikel wichtige, interessante und lehrreiche Daten enthält, Welche ein Ehrenzeugnis für die Unverwüstlichkeit der jüdischen Rasse bilden, hielten wir es für verdienstlich, durch einen Neuabdruck ihn zur Kenntnis unserer Leser zu bringen. Die neujüdischen Turner in Wien und Berlin haben gegen diesen Artikel, als er in der „Welt" zu lesen war, keinen Einspruch erhoben. Nunmehr aber erschien dieser Artikel in der „österr. Wochenschr." und mit einem mal entdeckten die Herren in diesem selben Artikel die bösesten Ketzereien. Eine „Jüdische Turnzeitung", No. 8, auf