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Jüdische Turnzeitung · 1905-08-01 · 8 (8.1905) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
8 (8.1905)
Date
1905-08-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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No. 8 155 sein, dass es einige jüdische Athleten gibt zu beruhigen, sondern unsere körperlichen Fähigkeit auch wirklich zu entwickeln. Die grosse Anzahl jüdischer Kaufleute, insbesondere z. B. junger Handlungsgehilfen, für die die geforderten Opfer an Zeit und Geld nur gering sind, steht den turnerischen Bestrebungen gleichgültig gegenüber, obwohl sie gerade eine Gelegenheit brauchen ihre Muskulatur, die von ihrem Berufe nicht in Anspruch genommen wird, auszubilden. Hier bleibt unendlich viel zu tun übrig und hier wird die Propaganda auch schliesslich die besten Erfolge haben. Die Propaganda muss aber von jüdischer Seite ausgehen. Die Werbetätigkeit der nicht jüdischen Turner wendet sich nicht unmittelbar an Juden und ist auch nicht geeignet gerade in jüdischen Kreisen umfangreiche Erfolge zu erzielen. Die Leistungen einzelner Juden, die sich körperlich hervortun, kommen ausserdem der Gesamtheit fast gar nicht zu gute. Soweit sie aus persönlichem Ehrgeiz öffentlich anftreten, pflegen sie keinen Wert darauf zu legen, als Juden bekannt zu werden. Es kommen daher nur jüdische Organisationen sowohl für die körperliche Übung der Juden durch eine wirkungsvolle Propaganda, als auch für die Wandelung der öffentlichen Meinung, die mit der allmählichen Besserung Hand in Hand gehen wird, in Frage. Aufgabe der jüdischen Presse dürfte es aber nicht sein, durch Bemäntelung der bestehenden Schäden und durch abfällige Bemerkung dieser notwendigen Arbeit Schwierigkeiten in den Weg zu legen, sondern vielmehr die Bewegung zu unterstützen und dem Gedanken der körperlichen Übung des jüdischen Volkes unter ihren Lesern Anhänger zu gewinnen. H. Luft und Licht in ihrer Bedeutung: für die Gesundheit. Von Dr. Richard Blum. (Fortsetzung.) Welch' ein Unterschied zwischen der Stadt- und Landluft hingegen bezüglich ihres Staubgehaltes besteht, ergibt sich aus der Tatsache, dass sich in der Stadtluft (Edinburgh) etwa zehnmal soviel Stäubchen finden wie in der Landluft. In Paris fand Tissandier 6—28 mg Staub in einem ccm Luft, auf dem Lande 0,24 —4,5 mg. Hierbei ist noch zu bedenken, dass der Staub in den Strassen der Stadt mehr Schädlichkeiten in sich

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