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Jüdische Turnzeitung · 1905-08-01 · 8 (8.1905) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
8 (8.1905)
Date
1905-08-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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No. 8 151 kurz andeuten will. Die Obmannschaft wird ihre ganze Kraft daran setzen müssen, alle bestehenden Institutionen der „Jüdischen Turnerschaft" möglichst zu fördern. Sie wird vor allem darauf 2u sehen haben, dass ihre eigene Tagung, die einmal im Jahre stattzufinden hat, nicht etwa durch den Mangel der für die Teilnahme der Mitglieder erforderlichen Mittel verhindert werde. In dieser Hinsicht das Geeignete vorzukehren, wird ihre erste Aufgabe sein. Die Tagungen werden abwechselnd am Sitze eines Verbands Vereins stattfinden und sollen dem betr. Vereine Gelegenheit zu intensiver Agitation in seinem Bereiche bieten. Als Ort der ersten Tagung ist Prag in Aussicht genommen, wo ein junger strebsamer Verein kräftigster Förderung bedarf. Als Zeit wird Pfingsten 1906 vorgeschlagen, sofern dagegen nicht triftige Einwendungen erhoben werden. Die Stärkung des neu geschaffenen Verbands-Fonds wird gleichfalls die Obmannschaft intensiv zu beschäftigen haben. Die Regelung des Kassenwesens, der Verbandsbeiträge, die materielle Kräftigung der einzelnen Vereine, wird einen wichtigen Gegenstand der Beratungen zu bilden haben. Die Erhaltung und Förderung des Verbandsorganes, der »Jüdischen Turnzeitung", die Einführung der vom Ausschusse beschlossenen gleichartigen Turnbehelfe, Riegenbücher, Liederbücher etc., die gleichmässige Durchführung der Beschlüsse des Ausschusses in den einzelnen Vereinen, die Führung einer Statistik, die Versicherung gegen Unfälle am Turnplatze usw. usw. sind durchweg Fragen, die ihrer Lösuug im Interessse der jüdischen Turnsache harren. Aus diesen knappen Andeutungen, die auf Vollständigkeit keinen Anspruch machen, lässt sich schon ersehen, welches Arbeitsgebiet sich der Obmannschaft eröffnet und von Welch wesentlichem Einflüsse die Tätigkeit der Obmannschaft auf die künftige Entwickelung der jüdischen Turnerschaft sein wird. Eins aber ist die unerlässliche Voraussetzung für jede erfolgreiche Tätigkeit der Obmannschaft, dass nämlich diese Institution ernst genommen, dass sie lebendig wird, dass mit einem Worte eben gearbeitet wird. Eine Organisation blos auf dem Papier hat noch nie genützt. Die Obmannschaft soll auch nicht etwa als bureaukratische Zwischeninstanz zwischen Vereinen und Ausschuss aufgefasst und geführt werden. Denn nicht als hemmender Widerstand, sondern als Motor ist sie in den Kreis der jüdischen Turaerschaft eingeschaltet worden. Lebendige Kraft allein verrichtet

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