Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 5/6 (5.1905)
- Date
- 1905-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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N'o. 6/6 103 Del. Dr. Tuch. Als Schlußergebnis kann man wohl zusammenfassen, daß es notwendig war, dieses Referat auf die Tagesordnung zu setzen, nicht so sehr, um nach außen hin irgend welche Stellungnahme, sondern um hierselbst, im Kreise der Turntagsdelegierten, Klarheit zu schaffen; und die heutige Besprechung hat wohl einen sehr guten Erfolg gezeitigt. Es wäre unrichtig, bestimmte Resolutionen zu fassen, es handelt sich vielmehr darum, daß der Turntag zum ersten mal sich wirklich darüber klar geworden ist, wie wir dem Zionismus gegenüberstehen und in Zukunft gegenüberstehen wollen. Nicht aus bloßen Dankbarkeitsgründen stehen wir dem Zionismus sympathisch gegenüber, sondern weil die zionistische Weltanschauung jedem NationaTjuden eine sympathische Auffassung ist und sein muß. - Diesen Ausführungen Dr. Tuchs stimmt die Versammlung einstimmig zu. ., Hierauf erhält Del. Arthur Hirsch das Wort zu folgendem Referat über „Die Beschaffung eines Verbandsfonds" Wenn ich Ihnen ein.Referat über das Thema: „Wie schaffen wir für die Jüdische Turnerschaft eine gesunde Finanzlage" halten soll, so muß ich Ihnen eine allgemeine Uebersicht unserer Geßfaktoren geben. Unsere Einnahmen bestehen aus: a) Vereinsbeiträgen, b) Ueberschüssen aus Verkäufen, c) Ueberschüssen aus Veranstaltungen, d) Spenden. Dtr Referent behandelt zunächst die Vereinsbeiträge. Unter Bezugnahme auf den Leitartikel in der „Jüdischen Turnzeitung" (Januar-Nummer d. J.) weist er darauf hin, daß wir nicht daran denken dürfen, unsere Verbands- F!ne noch mehr zu belasten, da diese selbst vielfach mit Schwierigkeiten?.u Kämpfen haben. Nachdem er kurz von den — allerdings nicht erhebit" tu1 ^eD€rscnüssen aus Verkäufen und dann von Ueberschüssen aus Veran- |Lu'jun£en der Turnerschaft und den Spenden gesprochen, von denen bis dato ■wen keine eingegangen sind, führt er aus, daff bei der Unregelmäßigkeit und mgfügigkeit unserer Einnahmequellen uns nichts weiter übrig bleibt, au n ntweder unsere Ausgaben bedeutend zu reduzieren, oder neue Hilfsdi* * ausfm<% zu machen, sofern nicht durch den Beitritt neuer Vereine festen Einnahmen des Verbandes wachsen. v unseren Ausgaiben, welche uns bis dato am meisten belasten, zählen un* r-** die fiir unser °r?an- Dieses verschlingt mehr als die Hälfte daßrer ^iesamte'imannie'n. Wir werden nach wie vor damit rechnen müssen, and wnseT ^g3" als Propagandamirtel uns ständig Kosten verursacht. Die «,«uireP Abgaben, wie Porti, Spesen sind nur gering, so daß sich bei diesen \f f*tm sParen *al"- Wied t Hilfsquellen stehen uns nun zur Verfügung? Da verweise ich eiiip eV j den Artikel unserer Turnzeitung, in welchem die Fundierung wen« onds vorgeschlagen wird. Danach sollen alle Freunde unserer BediesV"! ZUr Hergabc v,on Oeldern veranlaßt werden. Ich empfehle Ihnen HeT^»Jlregung nicnt- Es ist eine sehr undankbare Aufgabe, Leute zum zeiefn fn Von <-i€jd*rn *ur unsere Sache, welche doch ä fonds perdu gehei nn i*rerd*n müssen, zu i nteressieren; ich wünsche vielmehr, daß auch uns der Grundsatz der Selbsthilfe, „wenn ich nicht selbst für mich bin, w« denn?« zur Anwendung kommt! zu welirilentsf)recnend 8cn,a8e ich Ihnen vor, uns vorerst an unsere Turner beitrat .envlndcra wir eine Umlage veranstalten, zu der jeder einen JahresseinILl« ebiSer Höhe zeichnet, so wie z. B. ieder Zionist freiwillig lischt V* n"\.i?um Nat'onalf<Mi<ls beiträgt. Jeder Turner muß die mora, Aeouiw»! * ™* in sich fühlen, seiner jüdischen Turnsache ein kleines f°näs b«tehenUWend€n' ÄUS d'eSe" SPenden der T«™er soll der Verbandskurz^i»1?6 Vorteile aus der Existenz dieses Fonds erwachsen, will ich N h e"! Woin Z"^' an' daß die Gesamtzahl unserer Turner ca. 1500 beträgt, von diesen nur 500 den durchschnittlichen Betrag von 2 Mark