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Jüdische Turnzeitung · 1905-05-01 · 5/6 (5.1905) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
5/6 (5.1905)
Date
1905-05-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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No. 5/6 83 den der Deutschen Turnerschaft, angeknüpft hat. Dieser erkennt unumwunden an, daß die Jüdische Turnerschaft sich außerordentliche Verdienste erwirbt, indem sie insbesondere die östlichen Juden zum Turnen heranziehen will. Das ist ja auch in der Tat vor allem der Zweck unserer national-jüdischen Bewegung im Osten, jüdische Turnvereine zu gründen und dort das Stammesbewußtsein unserer Brüder und Schwestern zu heben. Es berührt uns außerordentlich sympathisch, und wir wollen nicht versäumen, unserer Freude darüber Ausdruck zu verleihen, daß es, wie das Beispiel des Herrn Hofrat Maul beweist, überall Männer gibt von weitem Blick und vorurteilsloser Gesinnung, die die hervorragende Bedeutung unserer Bewegung vollauf würdigen und anerkennen. Einige Momente mögen angeführt werden, die es erklärlich erscheinen lassen, daß nicht mehr als geschehen geleistet wurde. Vor allen Dingen sind es, wie bereits vorher erwähnt, Statuten-Schwierigkeiten gewesen, die uns gezwungen haben, zu jedem Beschlüsse erst an die auswärtigen Delegierten und Ausschußmitglieder zu schreiben; dadurch ist stets eine große Verzögerung eingetreten. Aber mehr noch als das hat uns der außerordentliche Mangel an Geld behindert. Die Geldbeschaffung ist eine der ernstesten Fragen, mit denen sich der Turntag zu beschäftigen haben wird. Wir müssen einen Fonds gründen, der uns ermöglicht, in Zukunft unsere Bestrebungen materiell weiter zu fördern. Unsere Verbandsvereine haben uns erklärt, daß sie mit unseren Bestrebungen einverstanden sind, und daß sie uns nach Kräften beistehen werden, aber sie haben das Geldgeben leider gar zu häufig vergessen, und trotzdem wir zahlreiche Anfragen ergehen ließen, haben wir es doch nicht durchsetzen können, daß uns die vollen Beiträge gezahlt wurden, die zu verlangen wir das facht hatten. Wir hätten weit größere Propaganda machen, mehr Vorträge veranstalten, auch mehr Broschüren und Veröffentlichungen herausgeben können, als es uns so möglich gewesen ist. Ich glaube, hiermit dasjenige, was aus der Vergangenheit zu wissen notwendig ist, dargelegt und auch im großen die Aufgaben, die unserer harren, umrissen zu haben. Lassen Sie mich noch einer ernsten Pflicht genügen. Im vergangenen Jahre verunglückte der Vorsitzende des Bielitzer Turnvereins, Herr Schrenzel, bei einem Bergaufstieg im Dachsteingebirge. Er hat sich stets unserer Sache warm angenommen und ist in hervorragendem Maße für uns und ganz besonders für den Bielitzer Verein tätig gewesen. Ich bitte Sie, sich zu Ehren unseres verstorbenen Gesinnungsgenossen von Ihren Bitzen zu erheben. (Die Versammlung erhebt sich.) Alsdann erstattete der Verbandsturnwart Theobald Scholem den Turnbericht v u Der ReJerent weist auf die erste turnerische Veranstaltung, nämlich das Schauturnen in Basel, hin, zu dem sich 35 Turner aus 10 maischen Turnvereinen, zum größten Teil aus Verbandsvereinen, zu-

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